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Sonntag, 4. Oktober 2015

Hühnerkeule á la Dr. Kögel mit selbstgemachter Tagliatelle

Foto: mmmediterran.de (lk)
Im August 2014 hatte ich das Vergnügen, Ilja Kamphues als Dr. Theodor Kögel in der Kochsatire "Wer kocht, schießt nicht" von Michael Herl zu bewundern. Seit September 2002 läuft dieses Ein-Mann-Stück im Frankfurter Stalburg Theater und war nun zu Gast im Prinz-Georg-Garten in Darmstadt. Mit Sinn für gutes Essen und bösen Humor wird im Stück gnadenlos abgerechnet mit Fast Food, Dosenfutter, Convenience-Produkten und allem, was mit Kochen ohne Zeit und Muße zu tun hat. Während der Show bereitet Kögel auf der Bühne live ein köstliches Mahl zu, dessen Rezept ich nun nachgekocht habe und hier zum Besten gebe. Während in der Show nur ein Gast probieren durfte, kann ich nun definitiv sagen: Es schmeckt wirklich geil! Und wenn Du die Gelegenheit hast, besuche die Vorstellung in Frankfurt. Kulinarischer Spaß ist garaniert.

Dr. Kögel in Aktion (lk)
Original-Zutaten für 2 Portionen
2 feinste Hühnerkeulen vom Ökohuhn
2 feinste Möhren
2 feinste Stangen Lauch
2 Scheiben Zwieback
2 Eier, vom Ökuhuhn
1 Weißwein, bitte gut
1 Olivenöl
1 Salz
1 Pfeffer
1 Muskat
1 süße Sahne

1 Tasse Mehl, bitte nicht vom Vollkorn. Taugt nämlich nix für gute Nudeln.
Noch 1 Ei, bitte auch vom Ökohuhn
1 Salz
1 Olivenöl

So wird es gemacht:
Die Hühnerbeine entbeinen. Lauch in Schnipsel schnipseln, Karotten fein reiben und alles in der Pfanne mit Olivenöl anschmoren. Den Inhalt der Pfanne mit 2 Eiern vermengen, den Zwieback dazubröseln und mit den Gewürzen Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Alles mit einer Gabel zerdrücken, in die entbeinten Hühnerbeine stopfen und zunähen.
Die Knochen der entbeinten Hühnerbeine kleinhacken. Nun die gefüllten Hühnerbeine zusammen mit den Knochenstücken in einer großen ofenfesten Pfanne scharf anbraten.
Anschließend die Schalen und Reste des Gemüses in die Pfanne geben, mit einem Schluck Weißwein ablöschen und für 30 Minuten in den Ofen bei einer Temperatur von ca. 100 Grad.
Jetzt zu den selbstgemachten Tagliatelle: 1 Tasse Mehl mit einem Ei, 1 TL Wasser, 1 TL Öl und einer Spur Salz vermischen und gut durchkneten. Dann Mehl auf einem ebenen Untergrund ausstreuen und den Teig mit einer Küchenrolle oder einer Flasche dünn ausrollen. Nun den Teil eng zusammenrollen und in dünne Tagliatelle-Streifen schneiden. Darauf die Nudeln sofort entrollen und auf einem Wäscheständer o.ä. 10 Minuten aufhängen und antrocknen lassen. Dann herunternehmen und in Salzwasser ca. 4 Minuten kochen.
Die Hühnerkeulen aus dem Ofen holen und den restlichen Inhalt der Pfanne durchsieben und ein Schuß Sahne dazu geben. Verrühren, abschmecken und über die fertigen Nudeln geben. Zusammen mit den Hühnerkeulen servieren.

Mittwoch, 5. November 2014

Lachslasagne mit Blattspinat (Costa)


Foto: mmmediterran.de (lk)
Nach langer Zeit will ich hier wieder ein Fertigprodukt vorstellen, das mir besonders gut schmeckt und auch qualitativ mit den Ansprüchen mediterraner Küche mithalten kann. Untypisch für Lasagne ist hier Lachs in die Teigware eingebettet. Und anders als ähnliche Produkte im Tiefkühlfach schmeckt diese Lasagne nach der einfachen Zubereitung wie frisch aus dem Ofen. Der Lachs ist saftig-zart und fühlt sich auf der Zunge nicht wie (trockenes) Formfleisch an, obwohl das Filet wie marktüblich aus Blöcken geschnitten ist. Die Füllung besteht neben dem Lachs aus Blattspinat und einer sahnigen Sauce, die mit Sauerrahm und Muskat verfeinert ist. On top sorgt eine Schicht Edamerkäse nach der Zubereitung für eine goldbraune Farbe.

Die Emdener setzen auf Nachhaltigkeit und natürliche Zutaten. Und tatsächlich findet man auf der Liste der Zutaten nichts, was nicht im eigenen Küchenschrank stehen könnte. Das schmeckt man auch. Erhältlich ist das Produkt in allen größeren Supermärkten, wie REWE, Edeka oder Real. Ich habe häufig eine Packung auf Vorrat im Gefrierfach.

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Die Lasagne wird in tiefgekühlter Form in mitgelieferter Aluschale in den vorgeheizten Backofen gegeben und dort ca. 35 Minuten überbacken. Die Portion in einer Packung reicht als Mahlzeit für eine Person.

Samstag, 29. Juni 2013

Ziegenkäse-Pasta mit getrockneten Tomaten

Ratzefatz ist diese vegetarische Pasta auf den Teller gezaubert - in sage und schreibe einer Viertelstunde Zubereitungszeit! Schmeckt durch die eingelegten Tomaten und den Ziegenkäse unglaublich würzig-frisch.

Zubereitungszeit: 15 Min.
Foto: L. Kehden

Die Zutaten für zwei Portionen:
150 g getrocknete Tomaten in Öl
2 kleine Knoblauchzehen
6 Stiele Basilikum
120 g junger Ziegenkäse
200 g Vollkorn-Pasta
Salz & Pfeffer

Und so schnell ist es gemacht:
Man nehme ein Sieb für die Tomaten und lasse das Öl in eine kleine Schüssel abtropfen. Sind die Tomaten noch nicht zerkleinert, dann an dieser Stelle ein scharfes Messer nehmen und die Tomaten grob hacken oder in Streifen schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Basilikum waschen, trockentupfen, Blätter trennen und grob zupfen. Den Ziegenkäse mit den Fingern zerbröckeln. Die Nudeln nach Packungsanleitung in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Inzwischen vom aufgefangenen Tomatenöl 2 TL in einer Pfanne bei kleiner Hitze erwärmen. Den Knoblauch und die Tomaten darin ganz kurz andünsten. Den Topf vom Feuer nehmen und Basilikum und Ziegenkäse dazugeben. Das ganze etwas verrühren. Sofort im Anschluss die Nudeln abgießen, untermischen und die Ziegenkäse-Pasta mit Pfeffer würzen.

Mittwoch, 3. April 2013

Rigatoni alla Trapanese


In dieser Variante habe ich noch Hähnchen hinzugefügt.
Foto: L. Kehden
Diese Pasta habe ich kürzlich für meine Spieleabendtruppe zubereitet mit einem Rucolasalat als Beilage. Die Mandeln und der Parmesan geben diesem Nudelgericht eine besonders nussige Note. Die Kirschtomaten und die Chilischoten bieten dazu einen feurig-fruchtigen Kontrast.

Vorbereitung: 20 Minuten
Kochzeit: 8 - 10 Minuten

Zutaten (für 6 Personen):
500 g Rigatoni
2 Knoblauchzehen
1-2 rote Chilischoten
40 g Parmesan
100 g gehackte Mandeln
2 große Bund Basilikum
4 Sardellenfilets
500 g rote Kirschtomaten

So wird's gemacht:
Den Basilikum abbrausen und trockenschütteln. 1/2 Bund zur Seite legen. Den Rest mit den Sardellen und 2/3 der Tomaten in einer Küchenmaschine/einem Mixer glattmixen. 1-2 Schuss natives Olivenöl dazugießen, abschmecken und beiseitestellen. Die restlichen Tomaten vierteln oder halbieren und ebenfalls beiseitestellen.
Rigatoni nach Packungsanweisung garen. Währenddessen die Knofizehen schälen und Chili vom Stiel befreien. Alles fein hacken und mit dem Parmesan, den Mandeln und der Basilikum-Sardellen-Tomatenpaste vermischen.
Nudeln abgießen und etwas Kochwasser auffangen. Nudeln zurück in den heißen Topf geben, die Sauce dazugeben und gut untermischen.
Zum Anrichten die Nudeln in eine große Servierschüssel geben und kurz durchmischen. Die restlichen Kirschtomaten und Basilikum zur Deko darüberstreuen.

Samstag, 18. August 2012

Vollkornspaghetti mit Lachs in Zitronen-Sahne-Sauce

Überrasche Deine Lieben am Wochenende doch einmal mit dieser zitronig-frischen Pasta. Alles in weniger als einer halben Stunde aufgetischt.

Foto: L. Kehden
Vorbereitungszeit: 15 Min.
Kochzeit: 10 Min.

Zutaten für 2 Portionen:
150 g Vollkorn-Spaghetti
150 g Wildlachsfilet (ohne Haut)
1/2 unbehandelte Zitrone
1/8 l Weißwein
200 g Saure Sahne
2 Stiele Petersilie
1 Stange Frühlingszwiebeln
1 Karotte
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

Vorbereitung:
Zitrone heiß waschen, abtrocknen. Schale dünn abschneiden und fein hacken oder mit einer Reibe lösen. Eine Zitronenhälfte auspressen. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und quer in dünne Ringe schneiden. Möhren schälen und in dünne Streifen schneiden. Petersilie waschen, trockenschütteln, Blätter abzupfen und fein hacken. Lachs waschen, trockentupfen und in 2 cm große Würfel schneiden.

Nudeln:
Nudeln in kochendes in Salzwasser geben und nach Packungsanleitung "al dente" garen (ca. 10 Minuten).

Parallel:
Olivenöl erhitzen. Lachs pfeffern und 2 Min von allen Seiten kräftig anbraten. Pfanne dabei schwenken. Dadurch werden die Lachswürfel außen knusprig und bleiben innen zart. Dann Lachswürfel herausnehmen. Frühlingszwiebeln und Karotten 1-2 Min. in gleicher Pfanne bei mittlerer Temperatur andünsten. Mit dem Wein, der Sahne und dem Zitronensaft aufgießen und in 3-5 Min. sämig einkochen lassen. Zitronenschale und Petersilie unterrühren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Sauce zu sauer geraten ist, kann man den Geschmack mit etwas Zucker ausgleichen. Lachs ggf. salzen, in die Pfanne mit der Soße geben und nochmals kurz mitkochen.

Das Finale:
Nudeln in einem Sieb abgießen, vorsichtig mit der Sauce mischen und sofort servieren!

Mittwoch, 23. November 2011

Pasta Bolognese

Hier kommt meine eigene Nudel-Bolognese-Variante, die zudem ein wenig alla napoletana und ein wenig all'arrabiata ist. Unkompliziert - auch was die Zutaten anbetrifft. Diese hat man ohnehin meist im Kühlschrank oder im Regal, so dass nur noch frisches Rinderhackfleisch eingekauft werden muss. Auch die Vorbereitung hält sich in Grenzen. Die Zutaten werden dann nach und nach in eine große Pfanne gegeben und am Ende mit den Nudeln und dem Parmesan vermischt. Daher schnell zubereitet und trotzdem ist die Frische und der Geschmack um Längen besser, als der Griff zur fertigen Bolognese-Soße oder zu einem Tüten-Mix, welches über das Hackfleisch gegeben wird. Ein wenig Sambal Olek bringt noch einen scharfen Kick hinein. Ein Schuss Rotwein rundet den Geschack der Soße fein ab. Und glaubt es mir: Nach einer Portion ist man schon mächtig satt. Guten Hunger!

Zubereitungsdauer: 5 Min. (nur eine Zwiebel und das Basilikum schneiden :-)
Kochzeit: 25 Min.

Zutaten für 2 Portionen:
250 g Rinderhackfleisch
250 g Pasta (z.B. Fusilli)
1 Dose geschälte Tomaten in Tomatensoße (400 g)
2 EL Tomatenmark
1 Zwiebel
Parmesan
1 TL Sambal Olek
1 TL Rosmarin
Frische Basilikumblätter
Salz, Pfeffer
1 Schuss Rotwein
1 EL Ölivenöl

Und so wird es gemacht:
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Nudeln al dente zubereiten.
Währenddessen die Zwiebel feinhacken und in einer großen Pfanne anschwitzen. Dann das Rinderhack hinzugeben und bei großer Hitze gut anbraten, salzen und pfeffern. Die geschälten Tomaten mit der Soße hinzufügen. Dabei die Tomaten über der Pfanne vorsichtig (Spritzgefahr!) zerdrücken. Sambal Olek, Rosmarin, Tomatenmark und einen Schuss Rotwein hinzugeben. Alles gut verrühren und 7 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Dann das gehackte Basilikum einstreuen, nochmals umrühren und die Soße mit den Nudeln vermischen. Individuell mit Parmesan bestreuen und genießen.

Montag, 19. September 2011

Fusilli alla Mediterranea

Jetzt gibts leckere Nudelspiralen auf mediterrane Art. Auch hier habe ich wieder das Gericht zur Gewürzmischung gemacht, die ich mir aus meinem Kurzurlaub in Florenz mitgebracht hatte. In dieser Mischung sind enthalten: Tomaten, Petersilie, Knoblauch, schwarze Oliven, Walnüsse und Kapern. So verzichte ich auf die Kapern, den Knofi und die Petersilie in der Zutatenliste unten. Frischer Basilikum von meiner Fensterbank in der Küche muss aber sein. Mein Versuch, frische Petersilie gleich daneben wachsen zu lassen, schlug allerdings nach kurzer Zeit fehl. Meine Vermutung: Petersilie mag es schattiger als das Basilikum. Fusilli alla Mediterranea schmeckt sommerlich-fruchtig-zitronig-leicht. Der deftig-würzige Büffelmozarella ist ein netter Kontrast dazu. Auch wenn kalt ein Genuss! Daher nicht mehr lange gelabert - auf gehts:

Zubereitungsdauer: 15 min.
Kochzeit: 20 min. (meist parallel)

Zutaten für 2 Portionen
160 g Fusilli
100 g Büffelmozarella
15 Kirschtomaten
Eine Hand voll gehackte Petersilie
Eine halbe Hand voll Kapern
Eine Hand voll gezupftes Basilikum
1 Knoblauchzehe
Saft von 1 Zitrone
2 EL Olivenöl
Cayenne Pfeffer nach Geschmack
Salz

Und so wirds gemacht:
Wasser für die Fusilli in einem tiefen Topf zum Kochen bringen.
Die Tomaten vierteln oder halbieren, Mozzarella in Würfel schneiden, Basilikum auseinanderzupfen und alles in eine Schüssel geben. Die Hälfte des Zitronensafts hinzufügen. Dann alles mit den Händen behutsam umrühren und ruhen lassen.
Fusilli in das kochende Wasser geben.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die gehackte Knoblauchzehe hinzufügen und braun anbraten lassen. Darauf Kapern, eine Prise Chilipulver und die Hälfte der Petersilie einmischen.
Wenn die Nudeln al dente gekocht sind, eine Schöpfkelle des Kochwassers in die Pfanne geben. Alle Kochplatten abstellen und die Nudeln in die Pfanne geben. Dann die Tomaten-Mozarella-Basilikum-Mischung hinzugeben, ohne die Kochplatte wieder anzustellen. Salz nach Geschmack und den Rest Zitronensaft hinzufügen, mit Olivenöl beträufeln, durchrühren.
Pasta auf zwei Tellern anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen. Guten Appetit!

Samstag, 10. September 2011

Penne all'arrabbiata

Wie im letzten Beitrag erwähnt, habe ich mir drei leckere Kräutermischungen aus Florenz mitgebracht. Für diesen Klassiker gibts nun also die passende "wütende" (arrabbiata) Mischung. So genannt, weil diese Pasta ganz ordentlich spicy zubereitet wird. Sollte man es weniger scharf mögen, so nehme man entsprechend weniger roten Pfeffer. In der Mischung enthalten sind Cayenne Pfeffer, Knoblauch, Petersilie und Basilikum. Da also schon vorhanden, lasse ich in meinem Fall den Knoblauch und den scharfen Pfeffer weg.

Zubereitungsdauer: 10 min.
Kochzeit: 20 min. (meist parallel)

Zutaten für 2 Portionen:
150 gr Penne Rigate
150 gr geschälte Tomaten
1 Knoblauchzehe
Frische Petersilie
Roter Pfeffer (Cayenne Pfeffer) je nach Geschmack
Olivenöl
Salz

Und so wird es gemacht:
Die Nudeln al dente kochen.
Währenddessen die Petersilie und den Knoblauch grob hacken. Öl in einer großen, tiefen Pfanne erhitzen. Knoblauch hinzufügen. Wenn dieser eine bräunliche Farbe annimmt, eine halbe Hand voll Petersilie und eine Prise Cayenne Pfeffer hinzufügen. Die geschälten Tomaten mit der Hand über der Pfanne zerdrücken (aufpassen: ich hatte die Tomaten anfangs nicht nur in der Pfanne ;-), mit Salz abschmecken und alles bei mittlerer Hitze ca. 7 Minuten köcheln lassen.
Zum Anrichten die Pasta auf einen Pastateller geben und die Sauce darüber giessen. Mit etwas gehackter Petersilie betreuen und Olivenöl beträufeln. Zur Deko mit einem Blättchen Petersilie dekorieren.