Eine kleine fruchtige Erfrischung aus Spanien für Eure Grillparty: Die Sangria zum Löffeln. Erdbeeren in ein Schnapsglas geben und das ganze mit einem Traubensaft-Rotwein-Gelee auffüllen. Gut vorzubereiten. Perfekt zu langen Sommernächten mit Freunden.
Zubereitungszeit:
15 min
3 Std Kühlzeit
Für 6 kleine Gläser:
100 ml Wasser
200 ml Traubensaft
200 ml Rotwein (halbtrocken/lieblich)
1 EL Zucker
1 Päckchen Sofort Gelantine (z.B. RUF) für 500 ml Flüssigkeit
12 kleine Erdbeeren
So wird es gemacht:
Die Flüssigkeiten und den Zucker in einem Topf verrühren. Sofort Gelantine ist auch kalt löslich - allerdings sollte die Flüssigkeit mindestens Zimmertemperatur haben. Besser ist es, den Topfinhalt noch etwas auf dem Herd anzuwärmen, damit das Pulver beim Einrühren keine Klumpen bildet. Die Erdbeeren halbieren und auf die 6 Gläser verteilen. Nun das Gelee hineinfüllen und 3 Std. lang im Kühlschrank kaltstellen.
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Mittwoch, 7. August 2013
Samstag, 18. Mai 2013
Weinregionen und Rebsorten (3): Spanien, Portugal, Griechenland und weitere Regionen
Viva España! Im dritten Teil wollen wir uns mit den spanischen Weinen beschäftigen. Der Wonnemonat Mai ist übrigens auch Themenmonat für die spanische Cocina. Und obwohl Portugal nicht exakt Mittelmeerregion ist, so will ich doch ein Wort über Portwein und Madeira verlieren. Schließlich widmen wir uns in diesem letzten Teil Griechenland, der Wiege des Weins, und weiteren mediterranen Anbaugebieten.
Gerade habe ich eine Reportage über Oliven gesehen und erfahren, dass Spanien der größte Produzent von Olivenöl der Welt ist. 300 Millionen (!) Olivenbäume stehen dort. Aber das Image des flüssigen Goldes aus Spanien ist viel schlechter als etwa das aus Italien. Mit dem Wein war es ähnlich. Doch das hat sich geändert. Junge, leichte und wunderbar süffige Rotweine gehören heute genau so dazu, wie die seriösen, würzig-warmen Tropfen. Auch Weißweine können sich schmecken lassen. Einzig die Riojas sind ihrer Tradition treu geblieben. Und das ist gut so. Gleich erfahrt ihr, warum das so ist.
Macabeo zählt in dieser Dreierkombi als die wichtigste Rebsorte für den spanischen Schaumwein Cava. Dieses Produkt ist eine der bekanntesten Spezialitäten Kataloniens mit einer fülligen, aromatischen Blume. Selbst ein Cava ohne Zuckergehalt (Brut nature) ist nicht sauer, sondern leicht und spritzig. Bei uns ist Freixenet wohl der bekannteste Abfüller von Cava Schaumweinen. Wie beim Champagner gibt es unterschiedliche Sorten:
Von trocken bis süß: Brut nature, Extra Brut, Brut, Extra Dry, Dry, Semi Dry und Sweet.
Reserva = 18 Monate gereift, Gran Reserva = 30 Monate gereift
Folgende Handelsbezeichnungen für Sherry gibt es:
Obwohl nicht direkt am Mittelmeer gelegen, möchte ich kurz auf die berühmten aufgespriteten Weine Port und Madeira eingehen und den charakteristischsten Wein der Portugiesen vorstellen, den Vinho Verde.
Der Weinbau in Griechenland hat eine lange, bis in die Antike zurückreichende Tradition. Griechische Winzer bauen in den letzten 20 Jahren hauptsächlich trockene Weine an. Die Vielfalt der Böden und die große Anzahl einheimischer Rebsorten machen den Weinbau profitabel. Hier einige wichtige Rebsorten der Griechen:
Der Libanon und Israel machen gute Weine aus internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Chardonnay. Zypern spielt bei der Qualitätsweinproduktion bisher keine bedeutende Rolle.
In Marokko, Tunesien und Algerien gibt es große Rebflächen, doch der Markt in Nordafrika war auf den französischen Bedarf an billigem Rotwein ausgerichtet. Heute hat dieser Markt kaum noch Bedeutung. Mit dem Umbruch in diesen Ländern mag sich das wieder ändern.
Spanien
Gerade habe ich eine Reportage über Oliven gesehen und erfahren, dass Spanien der größte Produzent von Olivenöl der Welt ist. 300 Millionen (!) Olivenbäume stehen dort. Aber das Image des flüssigen Goldes aus Spanien ist viel schlechter als etwa das aus Italien. Mit dem Wein war es ähnlich. Doch das hat sich geändert. Junge, leichte und wunderbar süffige Rotweine gehören heute genau so dazu, wie die seriösen, würzig-warmen Tropfen. Auch Weißweine können sich schmecken lassen. Einzig die Riojas sind ihrer Tradition treu geblieben. Und das ist gut so. Gleich erfahrt ihr, warum das so ist.
Rioja
Die traditionsreichste Weinregion in Spanien und eine der bedeutendsten in Europa bleibt sich treu und stellt Rotweine mit dem Geschmack des alten Spaniens her: Ein reifer Charakter von Vanille und Erdbeeren ist hier typisch. Auch viele "junge" Weine sind hinzugekommen.Rebsorten: Tempranillo und Garnacha
Fast zwei Drittel der Rioja Weine enthalten Tempranillo. Die traditionellen Riojas sind zum einen reinsortige Tempranillo-Weine oder haben einen Tempranillo-Anteil von weit über 50% . Roter Rioja ist zum Großteil ein Verschnitt aus Tempranillo und Garnacha. Die Farbe des Weins ist tiefrot. Er zeichnet sich durch einen fruchtigen, warmen und würzigen Charakter aus. Lange lagerfähigRebsorten: Viura und Malvasia
Diese weißen Rebsorten werden zu weniger als 20% angebaut und in Rioja für früh trinkbare, frische Weißweine mit niedrigem Alkoholgehalt verwendet.Nordostspanien
Navarra galt lange Zeit als armer nördlicher Nachbar von Rioja. Heute ist diese Gegend eine experimentelle Spielwiese. Die Weine der besten Bodegas (Weinkellereien) können sich mit Spitzenweinen aus dem Rioja durchaus messen - und zwar bei Preisen die oft nur halb so hoch sind. All die Sorten, mit denen dort verschnitten und ausprobiert wird, will ich hier gar nicht erst aufzählen. Auf der katalonischen Seite am Mittelmeer - südlich von Barcelona - sind die Regionen Penedès und Priorat aufstrebende Weinregionen. Im Priorat werden einzeln von Hand gelesene Trauben zu Spitzenweinen verarbeitet, die sich ein Normalsterblicher kaum leisten kann.Rebsorten: Garnacha und Tempranillo
Garnacha ist die vierthäufigste angebaute Rebsorte der Welt und war in Navarra einst vorherrschend. Aus ihr wurden einfache Rosado-Weine gemacht. Mit der Qualitätsoffensive ist der Bestand heute auf 45% zurückgegangen. Jedoch werden nun auch sortenreine Weine aus Garnacha gemacht und das Interesse wächst wieder. Der Anteil von Tempranillo ist mit der Qualitätsoffensive umgekehrt stark angestiegen. Zudem werden Cabernet Savignion und Merlot mit Tempranillo verschnitten. Garnacha Trauben sind arm an Tanninen und Farbe, liefern fruchtige Weine und werden auch als Roséwein gekeltert. 20% der Navarra-Weine sind heute Roséweine.Rebsorten: Parellada, Macabeo (in Rioja Viura) und Xarel-lo
Dies sind die wichtigsten Rebsorten in Katalonien. Diese weißen Trauben reifen spät und erreichen einen niedrigen Alkoholgehalt. Aus ihnen werden leichte Weißweine und Verschnittweine mit international bekannten Rebsorten gemacht.Macabeo zählt in dieser Dreierkombi als die wichtigste Rebsorte für den spanischen Schaumwein Cava. Dieses Produkt ist eine der bekanntesten Spezialitäten Kataloniens mit einer fülligen, aromatischen Blume. Selbst ein Cava ohne Zuckergehalt (Brut nature) ist nicht sauer, sondern leicht und spritzig. Bei uns ist Freixenet wohl der bekannteste Abfüller von Cava Schaumweinen. Wie beim Champagner gibt es unterschiedliche Sorten:
Von trocken bis süß: Brut nature, Extra Brut, Brut, Extra Dry, Dry, Semi Dry und Sweet.
Reserva = 18 Monate gereift, Gran Reserva = 30 Monate gereift
Nordwestspanien
Die meisten Weingebiete liegen am Fluss Duero. Von üppig-runden Rotweinen bis leicht-bukettreichen Weißweinen entstehen hier Weine der Extreme dessen, was Spanien zu bieten hat.Rebsorte: Tempranillo
In Eiche gelagerte und nach schwarzen Johannisbeeren sowie Vanille und Gewürzen schmeckende Rotweine, die einige Zeit der Reife brauchen, damit ihre Tannine runder werden. Diese oft reinen Tempranillos sind von sehr guter Qualität zu einem hohen Preis.Rebsorte: Verdejo
Rueda ist Spaniens führende Weißweinregion.Verdejo hat als Hauptsorte in Rueda grünlich-pikante Aromen mit guter Qualität zu einem günstigen Preis. Der Geschmack erinnert an Sauvignon Blanc.Rebsorte: Albarino
Die Region Rías Baixas nahe dem Atlantic keltert aromatische, nach Aprikosen duftende Weißweine aus Albarino-Trauben. Teuer.Südwestspanien
Die Region Jerez y Manzanilla liegt im äußersten Südwesten Spaniens, in Andalusien nahe der Stadt Sevilla. Sie ist die Heimat einer der großen Likörweine der Welt: Sherry.Sherry (Rebsorten: Palomino, Moscatel und Pedro Ximénez)
Durch das Solera-Herstellungsverfahren (Verschnitt verschiedener Jahrgänge durch Umfüllung in Fässer unterschiedlicher Reife) entwickelt der Sherry ein typisch nußartiges Aroma. Die Palomino-Traube ist zunächst Grundlage für einen trockenen, langweiligen Weißwein. Dieser Wein wird mit Branntwein zu einem Alkoholgehalt bis zu 20% aufgespritet. Vor der Füllung werden zum Süßen die Rebsorten Moscatel und Pedro Ximénez hinzugegeben.Folgende Handelsbezeichnungen für Sherry gibt es:
- Fino, Manzanilla - trockene, hellgelbe Sherrys. Ideal als Aperitif oder zu Tapas
- Amontillado, Oloroso - Dunkler und kräftiger als ein Fino. Geeignet im Winter, wenn es für Fino zu kalt ist.
- Pedro Ximénez - Süßer, intensiv traubiger, fast schwarzer Sherry. Zum Dessert oder über das Eis.
Portugal
Obwohl nicht direkt am Mittelmeer gelegen, möchte ich kurz auf die berühmten aufgespriteten Weine Port und Madeira eingehen und den charakteristischsten Wein der Portugiesen vorstellen, den Vinho Verde.
Vinho Verde (Rebsorten: Alvarinho, Avesso, Azal Branco und Treixadura)
Hoch im Nordwesten Portugals zwischen den Flüssen Douro und Minho wird der "grüne Wein" produziert. Der Vinho Verde, Name des Weins und auch Name der Region, wird sowohl als Rotwein wie auch als Weißwein und Rose hergestellt. Exportiert wird vor allem der völlig trockene, spritzige Weißwein mit einem scharfen Aprikosen-Lorbeer-Aroma.Portwein
Über 80 Rebsorten sind in der Region Douro im Norden zu finden, von denen rund die Hälfte für die Herstellung des berühmten roten Portweins zugelassen sind. Diese will ich hier nicht alle aufzählen. Portwein ist süß und nussig. Ein Jahrgangs-Portwein (Vintage Port) ist voll von schwarzen Früchten, Pfeffer und Gewürzen. Diese Weine sollten bis zu 15 Jahre in der Flasche reifen. Von den jahrgangslosen Ports ist der Tawny die beste Wahl. Er kann bei langer Reifung fast schon ein Likör werden. 10 Jahre sollte er mindestens reifen. Auf das Rückenedikett achten: Steht dort "Ruby", so ist es der einfachste und jüngste Port.Madeira (Hauptrebsorten: Sercial, Gouveio, Bual, Malmsey)
Madeira stammt aus dem Süden der gleichnamigen Atlantikinsel. Er ist mit Weinbrand aufgespritet und kommt auf einen Alkoholgehalt je nach Sorte zwischen 17 und 22%. Geschmacklich liegt der typische Madeira zwischen Sercial (säurebetont und trocken) und Bual (halbsüß). Die Aromen sind sehr fruchtiger Natur gemeinsam mit Honig, Kaffee und Schokolade.Griechenland
Der Weinbau in Griechenland hat eine lange, bis in die Antike zurückreichende Tradition. Griechische Winzer bauen in den letzten 20 Jahren hauptsächlich trockene Weine an. Die Vielfalt der Böden und die große Anzahl einheimischer Rebsorten machen den Weinbau profitabel. Hier einige wichtige Rebsorten der Griechen:
Rebsorte: Savatiano
Retsina ist ein weißer, trockener Tafelwein aus dem südlichen Mittelgriechenland in der Nähe von Athen. Dieser Wein wird mit Harz versetzt. Hauptrebsorte ist Savatiano.Rebsorte: Roditis
Zweithäufigst angebaute weiße Rebsorte in Griechenland. Sie wird oft mit Savationo zu Retsina verschnitten. Ist ebenfalls in Athos, einem trockenen, leichten Weißwein mit fruchtigem Aroma oder in Imiglikos, einem leicht süßlichen Weißwein enthalten. Aus dem nordostgriechischen Anbaugebiet dieser Rebsorte stammt auch der weltweit bekannte Retsina Malamatina.Rebsorte: Mavro Naoussis (Xinomavro)
Eine alte rote Rebsorte mit tiefroter Farbe und hohem Säuregehalt aus Nausa, Nordgriechenland. Kann dadurch lange reifen. Ergibt einen leichten, trockenen, rauchigen Rotwein. Wird auch mit weniger säurehaltigen Rebsorten verschnitten.Rebsorte: Agiorgitiko
Der gleichnamige Rotwein aus Nemea in Peleponnes ergibt einen trockenen, kräftigen, beerenfruchtigem Geschmack. Auch der liebliche rote Imiglikos wird aus dieser Rebsorte gekeltert.Östliches und südliches Mittelmeer
Der Libanon und Israel machen gute Weine aus internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Chardonnay. Zypern spielt bei der Qualitätsweinproduktion bisher keine bedeutende Rolle.
In Marokko, Tunesien und Algerien gibt es große Rebflächen, doch der Markt in Nordafrika war auf den französischen Bedarf an billigem Rotwein ausgerichtet. Heute hat dieser Markt kaum noch Bedeutung. Mit dem Umbruch in diesen Ländern mag sich das wieder ändern.
Sonntag, 28. April 2013
Weinregionen und Rebsorten (2): Italien
Italien ist nach Frankreich ein Land, dem der Anbau und Genuss von Wein eine besondere Bedeutung zukommt. Hier gehört Wein zu jedem guten Essen dazu. Berühmte Namen wie Soave, Chianti, Valpolicella, Barolo oder Lambrusco sind einzigartig. Der Süden ist preisgünstiger, aber nicht weniger attraktiv. Zudem werden in Italien viele internationale Weinsorten, wie Cabernet und Chardonnay angebaut, um die es in diesem Weinkapitel aber nicht geht. Italienische Originale sind Programm.
Weiter geht es in Kürze mit der Vielfalt Spaniens, Portugals und weiteren Mittelmeeranbauregionen ...
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| Reife Nebbiolo Trauben im Piemont Foto: rcaucino, de.123rf.com |
Italien
Piemont und Nordwesten
Wer mächtige, buketreiche Rotweine mag, die lange reifen können, ist in dieser Region richtig. Sie ergeben einen süß-säuerlichen Stil, wobei der Nebbiolo die körper- und aromareichste Sorte darstellt.Rebsorte: Nebbiolo (Barolo)
Die "Rotweinbombe" Barolo ist ein sortenreiner (also kein Verschnitt) Rotwein, der zu 100% aus der Nebbiolo-Traube gekeltert und in großen Eichenfässern gelagert wird. Dadurch entsteht eine irre Mischung aus Aromen von Kirschen, Schokolade, Pflaumen, Tabak, Teer und Rosen. Der zudem entstehende Tanningehalt ist dadurch so hoch, dass die Weine eine Alterung von 15 bis 20 Jahren verlangen, bevor man sie tatsächlich trinken kann. Inzwischen gibt es aber auch weniger tanninreiche Barolos, die nicht so lange im Eichenfass reifen und schon nach fünf bis sechs Jahren getrunken werden können.Rebsorte: Barbera
Diese Sorte ist vorherrschend im gesamten Nordwesten Italiens mit ausgeprägten Pflaumen-Aromen, geringem Tannin, vollem Körper (also kräftige Säure) und einer tief-rubinroten Farbe.Rebsorte: Dolcetto
Dolcetto (übersetzt: "die kleine Süße") ist fruchtiger und saftiger als Nebbiolo und Dolcetto - zugleich aber auch mit einer pikanten, leicht bitteren Mandelnote.Rebsorte: Moscato (Asti)
Weißwein spielt im Nordwesten kaum eine Rolle, mit Ausnahme des herrlich traubigen, süßen Asti und anderen Schaumweinen aus Moscato.Nordosten
Der Nordosten Italiens, also die Gegend nördlich und westlich von Venedig, ist Weißweinland. Rotweine gibt es natürlich auch. Die Weine sind generell leicht, neutral, frisch und oftmals nur aus einer Rebsorte gemacht.Rebsorten: Garganega und Trebbiano (Soave)
Soave ist die wichtigste Ausnahme. Dieser besteht aus Garganega und Trebbiano und ist ganz typisch italienisch ein völlig trockener, neutraler Weißwein. Zu empfehlen ist besonders der Soave Classico aus dem Zentrum der Region.Rebsorte: Pinot Grigio
Ist zugleich ein leichter, knackig-frischer Weißwein - nicht so würzig, wie der Pinot Gris aus dem Elsass.Rebsorte: Corvina
Sie ist die Hauptsorte in Valpolicella und Bardolino und kommt aus Veneto. Sie zählen bei mir zu den besten Pizza- und Pastaweinen. Die Qualität ist allerdings durch Überproduktion beeinträchtigt. Haltet Euch am besten an Weine mit dem Zusatz "Classico."Rebsorte: Glera (bis 2009: Prosecco)
Die Traube für den weltberühmten, perlig-leichten Prosecco hieß bis vor kurzer Zeit auch Prosecco. Durch einen Beschluss des italienischen Landwirtschaftsministers am 17. Juni 2009 darf der Name aber nur noch als Herkunftsbezeichnung verwendet werden. Prosecco gibt es als Schaumwein, Perlwein oder Stillwein. Im Unterschied zu französischem Champagner oder deutschen Winzersekten wird der Schaumwein Prosecco in Tankgärung und nicht in der aufwändigeren Flaschengärung hergestellt.Toskana und Mittelitalien
Der Chianti ist der wohl berühmteste Wein dieser Region - wenn nicht sogar der berühmteste Wein Italiens. Der Schlüssel für die meisten Rotweine in der Toskana und dem mittleren Teil Italiens ist die Sangiovese-Traube. Weißweine spielen eine untergeordnete Rolle.Rebsorte: Sangiovese
Laut Vorschrift muss heute in einem Chianti 80% Sangiovese enthalten sein. Ist der Wein aus dem eigentlichen Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena, darf er sich "Chianti Classico" oder "Chianti Classico Riserva" nennen. Der Wein muss dann z.B. eine gewisse Zeit (für Riserva zwei Jahre) in Eichenfässern lagern. Ein (sortenreiner) Sangiovese-Wein zeichnet sich meist durch eine kräftige Farbe und ausgeprägte Struktur von Säure sowie Tanninen aus.Rebsorte: Montepulciano
Die Trauben der Rebsorte Montepulciano wachsen in den Marken und den Abruzzen an der Adriaküste. Die daraus erzeugten Weine sind farbintensiv, bodenständig bis feinwürzig, kräftig bis alkoholreich. Der lokale Wein "Montepulciano d'Abruzzo" muss aus mindestens 70% dieser Rebsorte bestehen.Rebsorte: Lambrusco
Lambrusco ist ein perlender, fruchtiger Rotwein aus gleichnamiger Traube, der hauptsächlich in der Emiglia-Romana angebaut wird. Diese Sorte is so alt, dass sie bereits bei den Schriftstellern der römischen Antike unter dem Namen Lambrusca erwähnt wird.Süditalien
Reben südlich von Neapel gelten als Geheimtipp unter Italiens boomender Weinwirtschaft. Den Anfang machte Apulien im Osten. Es folgten Sizilien und Sardinien. Regionale Unterschiede gibt es jedoch kaum.Rebsorte: Aglianico
Gilt als eine der besten Rebsorten Italiens und wird hauptsächlich in Kampanien angebaut. Sie bringt tiefrote, körperreiche und gehaltvolle Weine mit intensiven Tanninen und einer kräftigen Säure hervor. Müssen einige Jahre reifen.Rebsorte: Nero d´Avola
Die Erfolgsstory DER sizilianischen Rebsorte begann Anfang der 1990er, als die neu erblühte sizilianische Weinszene das Potenzial der heimischen Rebsorten entdeckte. Zu Aromen von Kirschen, Brombeeren und Pflaumen gesellt sich eine mediterrane Kräuterwürze, auch ein wenig Pfeffer.Rebsorte: Negroamaro
Wird seit ewigen Zeiten in Apulien angebaut und ergibt sehr gute, kräftige Weine mit Fruchtaromen von schwarzer Johannisbeere und Kirsche.Rebsorte: Primitivo (Zinfandel)
Kalifornien ist bekannt für seine edlen Zinfandel-Weine. In Italien heißt diese Rebsorte Primitivo. Sie ist typisch für die gesamte süditalinische Region und zeichnet sich durch ein charakteristisch würziges, an Zimt, Nelken, schwarzen Pfeffer und dunkle Waldfrüchte erinnerndes Aroma aus.Rebsorte: Moscato (Marsala)
Aus den Reben werden hier vor allem Süßweine hergestellt - etwa der westsizilianische Marsalawein. Dieser wird häufig aufgespritet und verleiht dem Wein damit mehr Rohzuckersüße sowie prickelnde Säure. Der nicht angereicherte, trockene Marsalawein ist dagegen viel seltener.Weiter geht es in Kürze mit der Vielfalt Spaniens, Portugals und weiteren Mittelmeeranbauregionen ...
Sonntag, 21. April 2013
Weinregionen und Rebsorten (1): Intro & Frankreich
Die Länder Europas waren einst die einzigen wichtigen Regionen für
den Weinanbau. Erst ab Ende der 1970er Jahre kam die Herausforderung aus
der so genannten Neuen Welt - allen voran Kalifornien und Australien.
Später stießen Neuseeland, Chile, Argentinien und Südafrika dazu.
Klassische mediterrane Rebsorten werden auch dort angebaut und sind im
Preis-Leistungsverhältnis zuweilen deutlich günstiger, als die Klassiker
auf Orignalboden. Dazu zählt z.B. ein hervorragender Merlot aus Chile.
Vom
Klima her reifen die Trauben nördlich und südlich des Äquators am
besten. Europa, die USA und einige Regionen in Asien also auf den
nördlichen Breitengraden. Der mittlere Teil Südamerikas, Südafrika und
Australien/Neuseeland auf den südlichen Breitengraden. Nahe des Äquators
ist es meist zu heiß und zu feucht. Die polarnahen Gegenden sind
dagegen zu kalt. Im folgenden Kapitel widmen wir uns ganz den
Original-Anbauregionen der Mittelmeeranreiner und Rebsorten. Aus vielen
bedeutenden Quellen für Euch kurz und spannend zusammengetragen.
Den Start macht die bedeutendste Weinregion der Welt: Frankreich. Es folgen Italien in Teil 2 sowie Spanien, Griechenland und weitere Mittelmeerregionen in Teil 3. Auch über Portugal, obwohl nicht am Mittelmeer gelegen, soll ein Wort gesagt werden. Im Anschluss dann die Empfehlungen, welche Weine zu welchen mediterranen Speisen am besten passen - auch aus mediterranen Rebsorten, die in der neuen Welt gedeihen.
Frankreich ist unbestritten das Zentrum der Weinwelt. Obwohl die Griechen den Wein erfunden haben, bietet Frankreich heute die größte Vielfalt an Geschmäckern. Viele internationale Weinsorten stammen ursprünglich aus Frankreich. Und Frankreich versteht sich als Erzeugerland von Spitzenweinen. Oder anders ausgedrückt: Vorsicht bei billigen französischen Tropfen! Die wichtigsten Weine im Überblick:
Rebsorte: Cabernet Sauvignon
Diese rote Rebsorte wächst zum größten Teil am linken Ufer der Gironde. Die Rebe hat so große Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie als Edelrebe bezeichnet wird. Ergibt einen dichten, tiefdunklen Rotwein mit schwarzen Johannisbeer- und Zedern-Aromen.
Rebsorte: Merlot
Diese rote Rebsorte wächst zum größten Teil am rechten Ufer der Gironde. Die frühreifende Sorte ergibt fruchtige, körperreiche und vollmundige Weine, die nach wenigen Jahren der Lagerung genussreif sind. Beide Reebsorten werden auch verschnitten. Weine, die mehr Merlot enthalten, sind weicher und fruchtiger.
Rebsorten: Sauvignon Blanc und Sémillion
Weiße Trauben kommen im Bordelais eher seltener vor, doch sind diese Weine zu empfehlen - selbst auf der unteren Preisskala. Meist werden aus einem Verschnitt von Sauvignon Blanc und Sémillion sowohl frische, klare trockene- und Süßweine hergestellt.
Rebsorte: Pinot Noir
Bei uns auch Spätburgunder, Blauburgunder oder Schwarzburgunder genannt. Die sehr empfindliche und qualitativ sehr hochwertige Rebsorte und ergibt einen sehr samtigen Rotwein, der nach Erdbeeren duftet. Sie gilt als klassische Rote der kühleren Weinbaugebiete - neben Burgund auch in fast allen deutschen Weingegenden. Der Pinot Noir ist ferner eine wichtige Grundlage für den Champagner. Guter Pinot Noir erzielt astronomische Preise.
Reebsorte: Chardonnay
Aus Chardonnay werden dichte, würzige, nussige Weißweine mit hohem Qualitätspotenzial gemacht. Aus dem Chablis kommt eine sehr trockene Variante. Sehr hohe Nachfrage und entsprechend saftige Preise für gute Tropfen.
Reebsorte: Gamay (Beaujolais)
Aus ihr wird der Beaujolais gemacht - eine leichte, süffige, samtig-fruchtige Rotweinsorte mit scharfen, bonbonartigen Himbeer- und Kirscharomen, die jung zu trinken ist.
Rebsorten: Pinot Noir, Pinot Meunier, Chardonnay
Man sagt, Chardonnay gibt dem Champagner eleganz, Pinot Noir gibt ihm Körper und Pinot Meunier Weichheit. Die meisten Champagner sind Verschnitte aller drei Rebsorten. Der Rosé Champagner ist gewichtiger als weißer und schmeckt mehr nach Erdbeeren. Es gibt zudem unterschiedliche Süßegrade:
Brut = trocken
Ultra Brut / Zéro Brut = sehr trocken
Extra Dry = weniger trocken als Brut (!)
Demi-Sec = mittelsüß
Sec = lieblich
Rebsorte: Syrah (Shiraz)
Syrah ist die Traube des Nordens. Ihre Frucht ergibt rauchige, würzig-warme Rotweine mit meist kräftigem Johannisbeer-Aroma. Sie werden besser in der kälteren Jahreszeit getrunken. Auch in Australien ist diese Sorte zuhause und wird dort Shiraz genannt. Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird.
Rebsorte: Grenache
Im Süden werden Weine aus einem ganzen Cocktail von Traubensorten gemischt. Dazu zählen Syrah und Grenanche. Letztere sorgen für einen weicheren Charakter.
Rebsorte: Viognier
Hierbei handelt es sich um eine sehr aromatische weiße Traube mit einer Geschmacksvariation aus Aprikosen, Frühlingsblumen und Gewürzen.
Rebsorte: Muskat
Diese Traube ist typisch für den gesamten Süden Frankreichs. Aus ihr werden goldene Süßweine gemacht mit einem Duft aus Trauben, Rosen und Orangen. Sie eignen sich als Aperitif oder etwa zu herben Schokodesserts.
Rebsorte: Sauvignon Blanc
Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie als Edelrebe bezeichnet wird. Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste weiße Rebe nach Chardonnay. Hat hier im Vergleich zum Bordelais einen sehr erfrischend, sommerlichen und zitronigen Charakter.
Rebsorte: Chenin Blanc
An Weine aus diesen Trauben muss man sich erst gewöhnen. Sie haben einen hohen Säureanteil, erinnern an Apfel und werden als grünlich-pikant eingestuft.
Rebsorte: Melon de Bourgogne
Aus dieser Sorte wird der dritte bedeutende Weißwein der Region gemacht: Der Muscadet. Im Vergleich zu den beiden vorgenannten Weinen ist der Muskadet eher ein neutraler Tropfen.
Rebsorte: Cabernet Franc
Ergibt einen sehr fruchtigen Rotwein, der nach roten Johannisbeeren, Himbeeren und Pflaumen schmeckt. Eigenet sich sehr gut zum essen.
Rebsorte: Pinot Noir
Weine aus dieser roten Rebsorte sind im Loire Tal generell rustikaler und weniger samtig als die Burgunder.
Rebsorte: Sylvaner
Leicht, neutral mit etwas Würze
Rebsorte: Pinot Blanc
Nicht so brav und schlicht wie in anderen Regionen
Rebsorte: Riesling
Würziger als in Deutschland und Österreich
Rebsorte: Pinot Gris
Kommt mit rauchig, honigartigem Charakter daher
Rebsorte: Muscat
Blumiges, traubiges Bukett - wird nur in geringen Mengen angebaut.
Rebsorte: Gewürztraminer
Die würzigste und duftreichste Traube der Welt
Rebsorte: Carignan
Ursprünglich aus Spanien stammend, ist sie ist die fünfthäufigste Rebsorte der Welt und die zweithäufigste rote Rebsorte! Der Wein ist dunkel, tanninreich und säurereich, mit wenig Aroma. Die Traube wird oft in Verschnittweinen verwendet.
Rebsorte: Cinsaut
Diese Traube dominiert den hellsten Rosé in der Provence. In Frankreich wird die Sorte auch als Tafeltraube verkauft. Sonst hauptsächlich im Verschnitt mit den anderen hier genannten Rebsorten.
Rebsorte: Syrah
Typisch für den Südosten, ergibt Syrah den aromatischsten Rosé und Rotwein in der Provence.
Weiter geht es in Kürze mit der Vielfalt Italiens ...
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| Chateau de Rully mit Weinbergen, Burgund Foto: Richard Semik, de.123rf.com |
Den Start macht die bedeutendste Weinregion der Welt: Frankreich. Es folgen Italien in Teil 2 sowie Spanien, Griechenland und weitere Mittelmeerregionen in Teil 3. Auch über Portugal, obwohl nicht am Mittelmeer gelegen, soll ein Wort gesagt werden. Im Anschluss dann die Empfehlungen, welche Weine zu welchen mediterranen Speisen am besten passen - auch aus mediterranen Rebsorten, die in der neuen Welt gedeihen.
Frankreich
Frankreich ist unbestritten das Zentrum der Weinwelt. Obwohl die Griechen den Wein erfunden haben, bietet Frankreich heute die größte Vielfalt an Geschmäckern. Viele internationale Weinsorten stammen ursprünglich aus Frankreich. Und Frankreich versteht sich als Erzeugerland von Spitzenweinen. Oder anders ausgedrückt: Vorsicht bei billigen französischen Tropfen! Die wichtigsten Weine im Überblick:
Region: Bordeaux
Das Aushängeschild Frankreichs. Das Bordelais liegt nicht am Mittelmeer, sondern im südwestlichen Frankreich am Atlantik. Zwei Rebsorten sind hier dominierend. Die Gironde teilt die Region in zwei Teile: das linke und das rechte Ufer.Rebsorte: Cabernet Sauvignon
Diese rote Rebsorte wächst zum größten Teil am linken Ufer der Gironde. Die Rebe hat so große Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie als Edelrebe bezeichnet wird. Ergibt einen dichten, tiefdunklen Rotwein mit schwarzen Johannisbeer- und Zedern-Aromen.
Rebsorte: Merlot
Diese rote Rebsorte wächst zum größten Teil am rechten Ufer der Gironde. Die frühreifende Sorte ergibt fruchtige, körperreiche und vollmundige Weine, die nach wenigen Jahren der Lagerung genussreif sind. Beide Reebsorten werden auch verschnitten. Weine, die mehr Merlot enthalten, sind weicher und fruchtiger.
Rebsorten: Sauvignon Blanc und Sémillion
Weiße Trauben kommen im Bordelais eher seltener vor, doch sind diese Weine zu empfehlen - selbst auf der unteren Preisskala. Meist werden aus einem Verschnitt von Sauvignon Blanc und Sémillion sowohl frische, klare trockene- und Süßweine hergestellt.
Region: Burgund
Das Burgund ist eine weitere klassische Weinregion. Sie zieht sich im östlichen Frankreich in einem dünnen Streifen von Nord nach Süd und ist die Heimat von drei berühmten Rebsorten.Rebsorte: Pinot Noir
Bei uns auch Spätburgunder, Blauburgunder oder Schwarzburgunder genannt. Die sehr empfindliche und qualitativ sehr hochwertige Rebsorte und ergibt einen sehr samtigen Rotwein, der nach Erdbeeren duftet. Sie gilt als klassische Rote der kühleren Weinbaugebiete - neben Burgund auch in fast allen deutschen Weingegenden. Der Pinot Noir ist ferner eine wichtige Grundlage für den Champagner. Guter Pinot Noir erzielt astronomische Preise.
Reebsorte: Chardonnay
Aus Chardonnay werden dichte, würzige, nussige Weißweine mit hohem Qualitätspotenzial gemacht. Aus dem Chablis kommt eine sehr trockene Variante. Sehr hohe Nachfrage und entsprechend saftige Preise für gute Tropfen.
Reebsorte: Gamay (Beaujolais)
Aus ihr wird der Beaujolais gemacht - eine leichte, süffige, samtig-fruchtige Rotweinsorte mit scharfen, bonbonartigen Himbeer- und Kirscharomen, die jung zu trinken ist.
Region: Champagne
Aus dieser Region kommt der weltweite Maßstab für Schaumweine. Es wird unterschieden zwischen "Jahrgangslosem Champagner (Non-vintage)" und "Jahrgangschampagner (Vintage)." Der jahrgangslose Champagner ist ein Verschnitt von Weinen verschiedener Jahrgänge. Man kann ihn gleich trinken. Jedoch wird empfohlen, diesen für mehr Tiefe noch 6 Monate zu lagern. Jahrgangschampagner wird nur in guten Jahren gemacht, ist aromatischer als jahrgangsloser und sollte bis zu 10 Jahren reifen.Rebsorten: Pinot Noir, Pinot Meunier, Chardonnay
Man sagt, Chardonnay gibt dem Champagner eleganz, Pinot Noir gibt ihm Körper und Pinot Meunier Weichheit. Die meisten Champagner sind Verschnitte aller drei Rebsorten. Der Rosé Champagner ist gewichtiger als weißer und schmeckt mehr nach Erdbeeren. Es gibt zudem unterschiedliche Süßegrade:
Brut = trocken
Ultra Brut / Zéro Brut = sehr trocken
Extra Dry = weniger trocken als Brut (!)
Demi-Sec = mittelsüß
Sec = lieblich
Region: Rhone Tal
Das Rhone Tal liegt im südöstlichen Frankreich, nördlich von Marseille. Es ist geteilt in einen nödlichen Teil mit steilen Hängen und einen breiteren, südlichen Teil mit heißen, steinigen Ebenen.Rebsorte: Syrah (Shiraz)
Syrah ist die Traube des Nordens. Ihre Frucht ergibt rauchige, würzig-warme Rotweine mit meist kräftigem Johannisbeer-Aroma. Sie werden besser in der kälteren Jahreszeit getrunken. Auch in Australien ist diese Sorte zuhause und wird dort Shiraz genannt. Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie in die Nobilität der Weinwelt aufrückte und als Edelrebe bezeichnet wird.
Rebsorte: Grenache
Im Süden werden Weine aus einem ganzen Cocktail von Traubensorten gemischt. Dazu zählen Syrah und Grenanche. Letztere sorgen für einen weicheren Charakter.
Rebsorte: Viognier
Hierbei handelt es sich um eine sehr aromatische weiße Traube mit einer Geschmacksvariation aus Aprikosen, Frühlingsblumen und Gewürzen.
Rebsorte: Muskat
Diese Traube ist typisch für den gesamten Süden Frankreichs. Aus ihr werden goldene Süßweine gemacht mit einem Duft aus Trauben, Rosen und Orangen. Sie eignen sich als Aperitif oder etwa zu herben Schokodesserts.
Region: Loire Tal
Weine aus dieser Region werden selten anderswo nachgearmt und sind dennoch französiche Klassiker. Das Gebiet zieht sich von der Mitte des Landes entlang der Loire bis hin zur Westküste. Diese Weine passen gut zum Essen, auch an heißen Sommertagen. In Paris genießt man Loire Weine sogar in der Mittagspause.Rebsorte: Sauvignon Blanc
Die Rebe hat so hohe Bedeutung erlangt und ist so begehrt, dass sie als Edelrebe bezeichnet wird. Sauvignon Blanc ist die zweitwichtigste weiße Rebe nach Chardonnay. Hat hier im Vergleich zum Bordelais einen sehr erfrischend, sommerlichen und zitronigen Charakter.
Rebsorte: Chenin Blanc
An Weine aus diesen Trauben muss man sich erst gewöhnen. Sie haben einen hohen Säureanteil, erinnern an Apfel und werden als grünlich-pikant eingestuft.
Rebsorte: Melon de Bourgogne
Aus dieser Sorte wird der dritte bedeutende Weißwein der Region gemacht: Der Muscadet. Im Vergleich zu den beiden vorgenannten Weinen ist der Muskadet eher ein neutraler Tropfen.
Rebsorte: Cabernet Franc
Ergibt einen sehr fruchtigen Rotwein, der nach roten Johannisbeeren, Himbeeren und Pflaumen schmeckt. Eigenet sich sehr gut zum essen.
Rebsorte: Pinot Noir
Weine aus dieser roten Rebsorte sind im Loire Tal generell rustikaler und weniger samtig als die Burgunder.
Region: Elsass
Das Elsass ist weit weg vom Mittelmeer im Nordosten Frankreichs gelegen und die Anbauregion ist nur einen Katzensprung von der deutschen Grenze entfernt. Die Weißweine sind hier so aromatisch, wie sonst kaum in einer anderen Region der Welt. Für Rotweine wird nur etwas Pinot Noir angebaut. Folgende weiße Reebsorten sind aufsteigend würziger und intensiver:Rebsorte: Sylvaner
Leicht, neutral mit etwas Würze
Rebsorte: Pinot Blanc
Nicht so brav und schlicht wie in anderen Regionen
Rebsorte: Riesling
Würziger als in Deutschland und Österreich
Rebsorte: Pinot Gris
Kommt mit rauchig, honigartigem Charakter daher
Rebsorte: Muscat
Blumiges, traubiges Bukett - wird nur in geringen Mengen angebaut.
Rebsorte: Gewürztraminer
Die würzigste und duftreichste Traube der Welt
Region: Mittelmeerküste
Den Einfluss der Bordeaux-Weine spürt man noch ein ganzes Stück in Richtung Mittelmeer. Im Langueroc-Roussillon - an der westlich-französischen Mittelmeerküste - sind die Rotweine dagegen von Gewürzen und Kräutern geprägt. Die Provence - an der östlich-französichen Mittelmeerküste - ist ja berühmt für seine Kräuter. Die Rotweine sind ebenso von einer würzig-warmen Note als auch von einem intensiven Schwarze-Johannisbeer-Typ. Dazu viele gute Roséweine, die bei warmen Wetter eine erfrischende Alternative zu den kraftvollen Roten darstellen. Auch internationale Weinsorten gewinnen hier sprichwörtlich an Boden.Rebsorte: Carignan
Ursprünglich aus Spanien stammend, ist sie ist die fünfthäufigste Rebsorte der Welt und die zweithäufigste rote Rebsorte! Der Wein ist dunkel, tanninreich und säurereich, mit wenig Aroma. Die Traube wird oft in Verschnittweinen verwendet.
Rebsorte: Cinsaut
Diese Traube dominiert den hellsten Rosé in der Provence. In Frankreich wird die Sorte auch als Tafeltraube verkauft. Sonst hauptsächlich im Verschnitt mit den anderen hier genannten Rebsorten.
Rebsorte: Syrah
Typisch für den Südosten, ergibt Syrah den aromatischsten Rosé und Rotwein in der Provence.
Weiter geht es in Kürze mit der Vielfalt Italiens ...
Dienstag, 2. April 2013
In Vino Veritas
Und damit herzlich willkommen zum mmmediteranen Wein-Special im April!
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| Foto: dotshock, de.123rf.com |
In den Mittelmeerländern ist ein Gläschen Wein zum Essen oft einfach selbstverständlich, sorgt für Genuß und Heiterkeit in der Runde. Es ist die mediterrane Lebensart, die auch wir Mitteleuropäer so lieben. Der Mittelmeerraum zählt zu den ältesten Weinanbaugebieten Europas, insbesondere die Regionen im Süden Italiens und Frankreichs. Weine von dort haben mit der Zeit einen ganz eigenen Charakter entwickelt, der eng mit dem Klima, der Kultur und der Küche verwoben ist.
Auf unserer Entdeckungstour und wollen herausfinden, zu welchem Essen welcher Wein passt. In der Expertenlitaratur ist das meist umgekehrt - also: Welcher Wein passt zu welchem Essen. Aus Sicht eines Kochs halte ich dies für wenig hilfreich. Ein extra Label auf der rechten Seite mit dem Namen "Welcher Wein?" soll Euch in Zukunft bei der Entscheidung helfen. Zudem wollen wir herausfinden, wie man eine Weinkarte im Restaurant ließt, was das Etikett genau verrät, wie man Weine kostet, serviert und am besten lagert.
Wir starten im nächsten Post zum Allgemeinwissen erst einmal mit den Anbaugebieten und den typischen Reebsorten. Fortsetzung folgt.
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