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Mittwoch, 28. Mai 2014

Ofenfrisches Ciabatta mit Mortadella und Käse

Lust auf ein leckeres Ciabatta Sandwich? In der Reihe "mediterrane Snacks" basteln wir uns heute einen italienischen Klassiker.

Zeit:
15 min (10 min Zubereitung)

Zutaten für 1 Portion
1/2 Ciabatta Brot
1 Strauchtomate
1/4 Zwiebel
1 EL grünes Pesto
3 Scheiben Mortadella
1/2 Kugel Mozarella
Basilikum
Salz, Pfeffer

So wird es gemacht:
Ciabatta Brot halbieren und längst in 2 Hälften schneiden. Tomate waschen, in dünne Scheiben schneiden und etwas salzen. Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Mozarella abtropfen und in dünne Scheiben schneiden. Basilikum waschen, trockenschütteln und Blättchen abzupfen.
Beide Brotscheiben mit dem Pesto bestreichen. Die untere Seite mit Basilikum, Mortadella, Tomaten, Zwiebeln und Mozarella belegen. Zwischendurch pfeffern. Das ganze für 5 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Dann herausnehmen und obere Hälfte auflegen.

Sonntag, 28. April 2013

Weinregionen und Rebsorten (2): Italien

Italien ist nach Frankreich ein Land, dem der Anbau und Genuss von Wein eine besondere Bedeutung zukommt. Hier gehört Wein zu jedem guten Essen dazu. Berühmte Namen wie Soave, Chianti, Valpolicella, Barolo oder Lambrusco sind einzigartig. Der Süden ist preisgünstiger, aber nicht weniger attraktiv. Zudem werden in Italien viele internationale Weinsorten, wie Cabernet und Chardonnay angebaut, um die es in diesem Weinkapitel aber nicht geht. Italienische Originale sind Programm.

Reife Nebbiolo Trauben im Piemont
Foto: rcaucino, de.123rf.com

Italien


Piemont und Nordwesten

Wer mächtige, buketreiche Rotweine mag, die lange reifen können, ist in dieser Region richtig. Sie ergeben einen süß-säuerlichen Stil, wobei der Nebbiolo die körper- und aromareichste Sorte darstellt.

Rebsorte: Nebbiolo (Barolo)

Die "Rotweinbombe" Barolo ist ein sortenreiner (also kein Verschnitt) Rotwein, der zu 100% aus der Nebbiolo-Traube gekeltert und in großen Eichenfässern gelagert wird. Dadurch entsteht eine irre Mischung aus Aromen von Kirschen, Schokolade, Pflaumen, Tabak, Teer und Rosen. Der zudem entstehende Tanningehalt ist dadurch so hoch, dass die Weine eine Alterung von 15 bis 20 Jahren verlangen, bevor man sie tatsächlich trinken kann. Inzwischen gibt es aber auch weniger tanninreiche Barolos, die nicht so lange im Eichenfass reifen und schon nach fünf bis sechs Jahren getrunken werden können.

Rebsorte: Barbera

Diese Sorte ist vorherrschend im gesamten Nordwesten Italiens mit ausgeprägten Pflaumen-Aromen, geringem Tannin, vollem Körper (also kräftige Säure) und einer tief-rubinroten Farbe.

Rebsorte: Dolcetto

Dolcetto (übersetzt: "die kleine Süße") ist fruchtiger und saftiger als Nebbiolo und Dolcetto - zugleich aber auch mit einer pikanten, leicht bitteren Mandelnote.

Rebsorte: Moscato (Asti)

Weißwein spielt im Nordwesten kaum eine Rolle, mit Ausnahme des herrlich traubigen, süßen Asti und anderen Schaumweinen aus Moscato.


Nordosten

Der Nordosten Italiens, also die Gegend nördlich und westlich von Venedig, ist Weißweinland. Rotweine gibt es natürlich auch. Die Weine sind generell leicht, neutral, frisch und oftmals nur aus einer Rebsorte gemacht.

Rebsorten: Garganega und Trebbiano (Soave)

Soave ist die wichtigste Ausnahme. Dieser besteht aus Garganega und Trebbiano und ist ganz typisch italienisch ein völlig trockener, neutraler Weißwein. Zu empfehlen ist besonders der Soave Classico aus dem Zentrum der Region.

Rebsorte: Pinot Grigio

Ist zugleich ein leichter, knackig-frischer Weißwein - nicht so würzig, wie der Pinot Gris aus dem Elsass.

Rebsorte: Corvina

Sie ist die Hauptsorte in Valpolicella und Bardolino und kommt aus Veneto. Sie zählen bei mir zu den besten Pizza- und Pastaweinen. Die Qualität ist allerdings durch Überproduktion beeinträchtigt. Haltet Euch am besten an Weine mit dem Zusatz "Classico."

Rebsorte: Glera (bis 2009: Prosecco)

Die Traube für den weltberühmten, perlig-leichten Prosecco hieß bis vor kurzer Zeit auch Prosecco. Durch einen Beschluss des italienischen Landwirtschaftsministers am 17. Juni 2009 darf der Name aber nur noch als Herkunftsbezeichnung verwendet werden. Prosecco gibt es als Schaumwein, Perlwein oder Stillwein. Im Unterschied zu französischem Champagner oder deutschen Winzersekten wird der Schaumwein Prosecco in Tankgärung und nicht in der aufwändigeren Flaschengärung hergestellt.


Toskana und Mittelitalien

Der Chianti ist der wohl berühmteste Wein dieser Region - wenn nicht sogar der berühmteste Wein Italiens. Der Schlüssel für die meisten Rotweine in der Toskana und dem mittleren Teil Italiens ist die Sangiovese-Traube. Weißweine spielen eine untergeordnete Rolle.

Rebsorte: Sangiovese

Laut Vorschrift muss heute in einem Chianti 80% Sangiovese enthalten sein. Ist der Wein aus dem eigentlichen Chianti-Gebiet zwischen Florenz und Siena, darf er sich "Chianti Classico" oder "Chianti Classico Riserva" nennen. Der Wein muss dann z.B. eine gewisse Zeit (für Riserva zwei Jahre) in Eichenfässern lagern. Ein (sortenreiner) Sangiovese-Wein zeichnet sich meist durch eine kräftige Farbe und ausgeprägte Struktur von Säure sowie Tanninen aus.

Rebsorte: Montepulciano

Die Trauben der Rebsorte Montepulciano wachsen in den Marken und den Abruzzen an der Adriaküste. Die daraus erzeugten Weine sind farbintensiv, bodenständig bis feinwürzig, kräftig bis alkoholreich. Der lokale Wein "Montepulciano d'Abruzzo" muss aus mindestens 70% dieser Rebsorte bestehen.

Rebsorte: Lambrusco

Lambrusco ist ein perlender, fruchtiger Rotwein aus gleichnamiger Traube, der hauptsächlich in der Emiglia-Romana angebaut wird. Diese Sorte is so alt, dass sie bereits bei den Schriftstellern der römischen Antike unter dem Namen Lambrusca erwähnt wird.


Süditalien

Reben südlich von Neapel gelten als Geheimtipp unter Italiens boomender Weinwirtschaft. Den Anfang machte Apulien im Osten. Es folgten Sizilien und Sardinien. Regionale Unterschiede gibt es jedoch kaum.

Rebsorte: Aglianico

Gilt als eine der besten Rebsorten Italiens und wird hauptsächlich in Kampanien angebaut. Sie bringt tiefrote, körperreiche und gehaltvolle Weine mit intensiven Tanninen und einer kräftigen Säure hervor. Müssen einige Jahre reifen.

Rebsorte: Nero d´Avola

Die Erfolgsstory DER sizilianischen Rebsorte begann Anfang der 1990er, als die neu erblühte sizilianische Weinszene das Potenzial der heimischen Rebsorten entdeckte. Zu Aromen von Kirschen, Brombeeren und Pflaumen gesellt sich eine mediterrane Kräuterwürze, auch ein wenig Pfeffer.

Rebsorte: Negroamaro

Wird seit ewigen Zeiten in Apulien angebaut und ergibt sehr gute, kräftige Weine mit Fruchtaromen von schwarzer Johannisbeere und Kirsche.

Rebsorte: Primitivo (Zinfandel)

Kalifornien ist bekannt für seine edlen Zinfandel-Weine. In Italien heißt diese Rebsorte Primitivo. Sie ist typisch für die gesamte süditalinische Region und zeichnet sich durch ein charakteristisch würziges, an Zimt, Nelken, schwarzen Pfeffer und dunkle Waldfrüchte erinnerndes Aroma aus.

Rebsorte: Moscato (Marsala)

Aus den Reben werden hier vor allem Süßweine hergestellt - etwa der westsizilianische Marsalawein. Dieser wird häufig aufgespritet und verleiht dem Wein damit mehr Rohzuckersüße sowie prickelnde Säure. Der nicht angereicherte, trockene Marsalawein ist dagegen viel seltener.


Weiter geht es in Kürze mit der Vielfalt Spaniens, Portugals und weiteren Mittelmeeranbauregionen ...


Mittwoch, 3. April 2013

Rigatoni alla Trapanese


In dieser Variante habe ich noch Hähnchen hinzugefügt.
Foto: L. Kehden
Diese Pasta habe ich kürzlich für meine Spieleabendtruppe zubereitet mit einem Rucolasalat als Beilage. Die Mandeln und der Parmesan geben diesem Nudelgericht eine besonders nussige Note. Die Kirschtomaten und die Chilischoten bieten dazu einen feurig-fruchtigen Kontrast.

Vorbereitung: 20 Minuten
Kochzeit: 8 - 10 Minuten

Zutaten (für 6 Personen):
500 g Rigatoni
2 Knoblauchzehen
1-2 rote Chilischoten
40 g Parmesan
100 g gehackte Mandeln
2 große Bund Basilikum
4 Sardellenfilets
500 g rote Kirschtomaten

So wird's gemacht:
Den Basilikum abbrausen und trockenschütteln. 1/2 Bund zur Seite legen. Den Rest mit den Sardellen und 2/3 der Tomaten in einer Küchenmaschine/einem Mixer glattmixen. 1-2 Schuss natives Olivenöl dazugießen, abschmecken und beiseitestellen. Die restlichen Tomaten vierteln oder halbieren und ebenfalls beiseitestellen.
Rigatoni nach Packungsanweisung garen. Währenddessen die Knofizehen schälen und Chili vom Stiel befreien. Alles fein hacken und mit dem Parmesan, den Mandeln und der Basilikum-Sardellen-Tomatenpaste vermischen.
Nudeln abgießen und etwas Kochwasser auffangen. Nudeln zurück in den heißen Topf geben, die Sauce dazugeben und gut untermischen.
Zum Anrichten die Nudeln in eine große Servierschüssel geben und kurz durchmischen. Die restlichen Kirschtomaten und Basilikum zur Deko darüberstreuen.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Hausgemachte Lebkuchen Cappu & Chai Latte

Als ich kürzlich in einem Starbucks einen Lebkuchen Latte bestellt hatte, war mir nach kurzer Zeit klar: Den will ich selber machen! Aber nicht mit einem Fertigsirup, sondern ganz traditionell mit lebkuchigen Gewürzen und Ahornsirup oder Honig zum Süßen. So begab ich mich in meine weihnachtliche Zauberküche und heraus kam eine nachfolgende Cappu- und eine Tee- (Chai) Version. Damit wünsche ich Euch ein frohes und leckeres Weihnachtsfest.

Foto: L. Kehden
Lebkuchen Cappu Latte

Zutaten:
Espresso
Lebkuchengewürz
Milch
Ahornsirup oder Honig

So wird es gemacht:
Gaaaanz wichtig vorweg: Da sich das Lebkuchengewürz nicht vollständig in heißer Flüssigkeit auflöst, muss dieses unbedingt mitgefiltert werden! Wer eine Espressomaschine benutzt, bitte das Lebkuchengewürz mit dem Espressopulver vorher vermischen. Bei Pad- oder Kapselmaschinen für einen Kaffee vom "Typ Espresso" wird das Gewürz nach dem Aufbrühen hinzugegeben und dann durch ein feines Sieb (z.B. ein Teesieb) in eine Tasse umgeschüttet. Für die Menge im Verhältnis gilt: 2 TL Espressopulver = 1 TL Lebkuchengewürz. Den Lebkuchen-Espresso zu einem Drittel in eine Cappuccino-Tasse oder einen Kaffee-Becher (max. 150 ml) geben.
Parallel warme Milch erhitzen und aufschäumen, so dass möglichst viel Milchschaum entsteht (die Italiener mögen den Schaum übrigens lieber flüssiger - wie halb geschlagene Sahne).
Den Lebkuchen-Espresso dann mit etwas flüssiger heißer Milch auffüllen, nach Belieben mit dem Ahornsirup süßen (z.B. ein Teelöffel pro Tasse/Becher) und umrühren.
Mit einem Esslöffel dann eine große Haube Milchschaum aufsetzen.
Im Finale die Schaumhaube mit etwas Zimt bestreuen und das heiße Getränk sofort servieren.

Lebkuchen Chai Latte

Zutaten:
Schwarzer Tee
Lebkuchengewürz
Milch
Ahornsirup oder Honig

So wird es gemacht:
Gaaaanz wichtig vorweg: Da sich das Lebkuchengewürz nicht vollständig in heißer Flüssigkeit auflöst, muss dieses unbedingt mitgefiltert werden! Wer löslichen Tee und einen Filter benutzt, bitte das Lebkuchengewürz mit dem Tee vorher vermischen. Bei Kapselmaschinen oder Teebeuteln wird das Gewürz nach dem Aufbrühen hinzugegeben und dann durch ein feines durch Sieb (z.B. ein Teesieb) in eine Tasse umgeschüttet. Für die Menge im Verhältnis gilt: 1 Teetasse = 2 TL Teepulver = 1 TL Lebkuchengewürz. Den Lebkuchen-Tee in eine Teetasse geben.
Parallel warme Milch erhitzen und aufschäumen, so dass möglichst viel Milchschaum entsteht (die Italiener mögen den Schaum übrigens lieber flüssiger - wie halb geschlagene Sahne).
Den Lebkuchen-Tee dann mit etwas flüssiger heißer Milch auffüllen, nach Belieben mit dem Ahornsirup süßen (z.B. ein Teelöffel pro Tasse/Becher) und umrühren.
Mit einem Esslöffel dann eine große Haube Milchschaum aufsetzen.
Im Finale die Schaumhaube mit etwas Zimt bestreuen und das heiße Getränk sofort servieren.

Samstag, 8. September 2012

Italia Chicken Wrap

Foto: L. Kehden
Aufgepasst! Hier kommt mein erster Einsatz als Food-Hacker. Genauer gesagt: Fast Food-Hacker. Denn das Original stammt von McDonalds! Und die Kopie schmeckt weit besser als das Original. Aber probiert selber. Man nehme Hähnchenfilet (auf die Panade habe ich verzichtet), ein paar typisch mediterrane Zutaten und einen Wrap Tortilla. Hoffentlich gib es da keinen Ärger vom großen gelben M. Aber Anregungen sind ja sicher erlaubt, das Produkt ist nicht mehr käuflich zu erwerben und ich selber will die flotte Rolle auch nicht zum Verkauf anbieten. Wer jetzt Appetit bekommen hat, der muss schon selber ran. Aber die 20 Minuten hat doch jeder von Euch, gell? Na also. Aufi geht's.

Zubereitung: 15 Min
Garzeit: 5 Min

Zutaten für einen Wrap:
1 (Vollkorn-) Wrap Tortilla (z.B. Old El Paso)
100 g Hähnchenfilet oder -geschnetzeltes
1 Tomate
Mehrere Blätter frischer Rucola
1 Stück Parmesan
Balsamico-Creme
Grünes Pesto - selbstgemacht oder fertig
Olivenöl
Mediterrane Kräuter (z.B. Rosmarin oder Thymian)
Salz
Pfeffer

So wirds gemacht:
Zu Beginn alle Zutaten vorbereiten. Faul wie ich bin, kaufe ich das Filet oft schon fertig geschnetzelt. Man kann ein ganzes Filet natürlich auch in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die Tomate fein würfeln und (wie fürs Bruschetta al Pomodoro) in einer kleinen Schale mit Olivenöl sowie je einer Prise Kräuter, Salz und Pfeffer verrühren. Die Rucola-Blätter waschen und mit Küchenpapier trockentupfen.
Wenn mehrere Wraps hergestellt werden, bitte den Backofen auf 100 Grad vorheizen. Etwas Olivenöl in eine Pfanne geben und dieses ebenfalls auf mittlerer Stufe erhitzen. Wird nur ein einziges Wrap gemacht, dann den Wrap Tortilla in die heiße Pfanne geben und kurz von einer Seite anrösten. Herausnehmen und in Alufolie einwickeln. Sonst mehrere Wrap Tortillas laut Packungsanleitung im Backofen anwärmen. In der Regel werden diese als Stapel in Alufolie gewickelt und auf einem Rost in den Ofen geschoben.
Inzwischen die Hähnchenstreifen in die heiße Pfanne geben und von allen Seiten insgesamt ca. 4 Minuten braten.

 

Nun wird gebastelt (siehe kleine Fotos oben): Den Wrap Tortilla auf einem großen, flachen Teller ausbreiten. Diesen auf der Füllfläche (zum Ende hin etwas Platz lassen!) zunächst mit Pesto bestreichen. Anschließend den Rucola und dann die Hähnchenstreifen darauf auslegen. Mit dem Tomaten-Bruschetta-Mix auffüllen und etwas Parmesan in Streifen darüber raspeln. Mit Balsamico-Creme beträufeln.
Zum Wickeln erst das Ende des Wrap Tortillas überschlagen, damit der Inhalt später in der Teighülle bleibt. Dann eine Seite längst über die Füllung schlagen und straff ziehen. Schließlich die andere Seite des Wrap Tortillas über den Wrap schlagen. Fertig.

Samstag, 18. August 2012

Vollkornspaghetti mit Lachs in Zitronen-Sahne-Sauce

Überrasche Deine Lieben am Wochenende doch einmal mit dieser zitronig-frischen Pasta. Alles in weniger als einer halben Stunde aufgetischt.

Foto: L. Kehden
Vorbereitungszeit: 15 Min.
Kochzeit: 10 Min.

Zutaten für 2 Portionen:
150 g Vollkorn-Spaghetti
150 g Wildlachsfilet (ohne Haut)
1/2 unbehandelte Zitrone
1/8 l Weißwein
200 g Saure Sahne
2 Stiele Petersilie
1 Stange Frühlingszwiebeln
1 Karotte
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer

Vorbereitung:
Zitrone heiß waschen, abtrocknen. Schale dünn abschneiden und fein hacken oder mit einer Reibe lösen. Eine Zitronenhälfte auspressen. Frühlingszwiebeln putzen, waschen und quer in dünne Ringe schneiden. Möhren schälen und in dünne Streifen schneiden. Petersilie waschen, trockenschütteln, Blätter abzupfen und fein hacken. Lachs waschen, trockentupfen und in 2 cm große Würfel schneiden.

Nudeln:
Nudeln in kochendes in Salzwasser geben und nach Packungsanleitung "al dente" garen (ca. 10 Minuten).

Parallel:
Olivenöl erhitzen. Lachs pfeffern und 2 Min von allen Seiten kräftig anbraten. Pfanne dabei schwenken. Dadurch werden die Lachswürfel außen knusprig und bleiben innen zart. Dann Lachswürfel herausnehmen. Frühlingszwiebeln und Karotten 1-2 Min. in gleicher Pfanne bei mittlerer Temperatur andünsten. Mit dem Wein, der Sahne und dem Zitronensaft aufgießen und in 3-5 Min. sämig einkochen lassen. Zitronenschale und Petersilie unterrühren. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn die Sauce zu sauer geraten ist, kann man den Geschmack mit etwas Zucker ausgleichen. Lachs ggf. salzen, in die Pfanne mit der Soße geben und nochmals kurz mitkochen.

Das Finale:
Nudeln in einem Sieb abgießen, vorsichtig mit der Sauce mischen und sofort servieren!

Freitag, 27. Juli 2012

Erdbeer Tiramisu

Foto: L. Kehden
Wo gibt es denn sowas? Ein leckeres, fruchtiges Tiramisu, das schnell gemacht ist, nur natürliche Zutaten beinhaltet und vergleichsweise wenig Kalorien hat. Klar, Mascarpone und Sahne müssen hinein. Statt Zucker habe ich aber Stevia-Tropfen zum Süßen genommen. Stevia ist ein natürlicher Süßstoff - keine Chemie (sprich: kein synthetischer Zuckerersatz) - und auch kein Zucker. Er wird aus der Stevia-Pflanze gewonnen, deren getrocknete Blätter 300 mal süßer als Zucker schmecken und die erst seit Dezember 2011 in der EU als Süßmittel vollständig zugelassen ist. Über Stevia-Süßstoffe erscheint zu Eurer Info auf Mmmediterran demnächst ein ausführlicher Artikel. Auch der Magerquark und die Erdbeeren machen dieses Tiramisu nicht so schwer, wie die typischen Vorbilder. Eine tolle sommerliche Erfrischung.

Zubereitungszeit: 30 min.
Kühlzeit: 3 Std.

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Erdbeeren
150 g Amarettini
250 g Mascarpone
250 g Magerquark
250 g Schlagsahne
4 Tl Instant-Espressopulver
15 Tropfen Stevia-Fluid (= 5 TL Zucker)
50 ml Amaretto

So wird es gemacht:
5 Erdbeeren zum Garnieren aufheben. Restliche Erdbeeren waschen, abtropfen lassen, Stielansätze entfernen und in feine Scheiben schneiden. Espresso mit 2 Tl Instantpulver nach Packungsanleitung zubereiten und mit 2 Tropfen Stevia-Fluid und Amaretto mischen. Amarettini in einer flachen Form auslegen (1 Lage) und mit Kaffee-Likör-Mischung beträufeln. Mascarpone, Magerquark mit restlicher Stevia-Fluid (13 Tropfen) cremig rühren. Sahne steif schlagen, unterheben. Hälfte der Creme auf die Amarettini streichen, Erdbeerscheiben dachziegelartig daraufschichten. Übrige Creme daraufstreichen, mit übrigem Espressopulver (2 Tl) durch ein Sieb bestäuben, dann abgedeckt mind. 3 Std. kühl stellen, damit es gut durchziehen kann. Vor dem Servieren mit den 5 restlichen Erdbeeren garnieren.

Sonntag, 15. Juli 2012

Nachschlag: McDonald's macht auf italienisch



Mamma mia! Das Restaurant mit dem großen M hat es kürzlich in Deutschland so richtig krachen lassen. Der TV-Spot macht es vor: Die Italiener sind so voller Temperament und Leidenschaft, dass ständig irgendetwas zu Bruch geht. Am häufigsten natürlich Geschirr. Bambini, die an der Tischdecke ziehen. Die feurige Italienerin, die ihren Lover mit Tellern bewirft. Und natürlich landen auch Fußbälle regelmäßig und unsanft im Porzellanregal.

Mamma Italia von McDonald's to the rescue: Italienische Burger-Spezialitäten voller Leidenschaft zum Essen mit die Hääääände. Mit dabei sind die italienischen Burger Beef Caprese, Chicken Rustica, Chicken Piccante und der McWrap Italia Chicken. Als Beilagen gibt es Mozzarella Sticks mit Tomaten-Oliven Dip und die McShaker Pommes mit einer Würzmischung, die aus Meersalz und Rosmarin besteht.

Da ich in solchen Schnellrestaurants gerne mal in einen Wrap beisse, musste ich den McWrap Italia Chicken natürlich gleich probieren. Dieser ist gespickt mit Rucola, Hartkäse, Tomaten-Bruschetta-Mix, Balsamico-Creme, Pesto und paniertem Chicken. Schade-Panade! Das macht die Sache zwar knusprig, aber eben auch fritierfettig und damit so gar nicht mehr mediterran. Sonst ist der Wrap sehr lecker und sicher auch mal was zum Nachmachen. Dann ohne Panade. Demnächst auf diesem Kanal.

Erdbeer-Mozarella-Salat mit fruchtigem Dressing

Foto: L. Kehden
Noch gibt es sie - die kleinen, roten, süßen Früchtchen! Hier kommt eine pikante Salatvariation mit Erdbeeren (alternativ gehen auch andere Beerenfrüchte oder etwa Melone), Mozarella und einem süß-sauren Dressing. Sehr sommerlich. Nach dem Motto: Wenn der Sommer sich schon nicht so recht blicken lassen will, kann man ihn sich auch schön essen!

Zubereitungsdauer: 20 min.
Garzeit: 0 min.

Zutaten für 4 Personen:
1 Kopfsalat (ich habe Römersalat genommen)
150 g Erdbeeren (oder andere Beeren)
1 Bund Schnittlauch
8 Stiele Kerbel
1 Zitrone
250 g Mozzarella
1 EL Honig
Pfeffer
4 EL Olivenöl
4 Scheiben Vollkorntoast
Salz
Pfeffer

So wird es gemacht:
Salat waschen und in mundgerechte Stücke teilen. Erdbeeren waschen und in kleine Würfel schneiden. Schnittlauch und Kerbel waschen und trockenschütteln. Schnittlauch in feine Röllchen schneiden, Kerbelblätter abzupfen. Die Zitrone halbieren und auspressen. Mozzarella in kleine Würfel schneiden. Zitronensaft mit Honig, etwas Salz und Pfeffer und Olivenöl in einer großen Schüssel verquirlen. Erdbeeren und Schnittlauch zugeben und 10 Minuten ziehen lassen. Inzwischen Toastbrot toasten oder rösten und in etwa 5 mm große Würfel schneiden. Mozzarella, Kerbel und Kopfsalat unter die Erdbeeren mischen. Brotwürfel darüberstreuen und sofort servieren.

Samstag, 7. April 2012

Rosmarin-Balsamico-Filetstreifen mit mediterranem Kartoffelgratin

Nachdem ich nun zwei Monate mit Abwesenheit geglänzt habe, melde ich mich im April zurück und habe mir so einiges vorgenommen. Mein neuer Job - mit über 50 km täglicher Fahrt in einer Richtung - läßt mir nur die Wochenenden für eigene Kochkünste. Und so gab es bei mir gestern Filetstreifen vom Schwein, bestreut mit Rosmarin und durchzogen von Aceto Balsamico di Modena. Dazu einen leckeren Kartoffelgratin auf raffiniert mediterrane Art. Saftig wird der Gratin in erster Linie nicht durch heftig viel Sahne, sondern mit Tomatenscheiben, die abwechselnd mit den Kartoffeln dachziegelartig geschichtet werden sowie Zugabe von Olivenöl und Weißwein. Das alles wird mit Frühlingszwiebeln und Basilikum abgerundet.

Zubereitungszeit: 45 min.
Garzeit: 45 Min.

Zutaten für 4 Portionen:

Filets

700 g Schweinefilet
5 EL Wein, weiß, trocken
3 EL Aceto Balsamico di Modena
3 EL Olivenöl
Rosmarin
Salz und Pfeffer

Kartoffelgratin
800 g Kartoffeln (mehlig kochend)
150 g Käse (frisch, gerieben; Emmentaler, Gouda, Gruyere)
500 g Tomaten
200 ml Sahne
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 Stk. Knoblauchzehe
1 Bund Basilikum
1/8 Liter Weißwein (trocken)
2 EL Ölivenöl
Salz und Pfeffer
Paprikapulver (rosenscharf)
Olivenöl für die Auflaufform

So geht es:

Filets (1)
Das Filet salzen und pfeffern. 2,5 EL Wein und 3 EL Balsamessig mischen. Filet (je nach Länge) einmal in der Mitte durchschneiden, kurz in Öl anbraten und dabei ständig wenden. Von der Pfanne nehmen, das Wein/Essig-Gemisch darüber gießen und mit Rosmarinnadeln bestreuen.

Kartoffelgratin (1)
Kartoffeln waschen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Tomaten säubern und ebenfalls in Scheiben schneiden. Paprika putzen, waschen und in dünne Längsstreifen schneiden. Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Knoblauchzehen schälen und hacken. Basilikumblätter von den Stängeln zupfen, abwaschen und ebenfalls sehr fein schneiden. Die Auflaufform mit etwas Olivenöl benetzen. Die Kartoffel- und Tomatenscheiben, sowie die geschnittenen Frühlingszwiebeln dachziegelartig in mehreren Lagen in die Auflaufform schichten. Jede Schicht würzen mit Salz, Pfeffer, Basilikum und dem Knoblauch. Den Weißwein mit etwas Olivenöl verrühren und die Zutaten damit übergießen. Ebenso 100 ml Sahne über das Gratin gießen. Nun den geriebenen Käse draufstreuen. Im vorgeheizten Backofen (180 °C, Gas Stufe 2-3) etwa 45 Minuten goldbraun backen - bis die Kartoffeln gar sind.

Filets (2)
20 Minuten nach dem Einschieben des Gratins in den Ofen kommt das Schweinefilet in der Pfanne für ca. 20 - 25 Min. hinzu. Die Temperatur dabei leicht auf 150 Grad herunterregeln. Das Filet nach Ablauf der Zeit aus dem Ofen nehmen und in Alufolie einwickeln. Ofen ausschalten und die Filets in einer Schale hineinstellen, um sie warmzuhalten. 

Soße
In der Pfanne dann den restlichen Wein, Aceto Balsamico und Sahne kurz aufkochen. 

Finale
Das Gratin aus dem Ofen nehmen und auf Tellern anrichten. Die Filets in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden und zum Gratin geben und mit der Balsamico-Sahne aus der Pfanne beträufeln.

Freitag, 30. Dezember 2011

Toskanisches Zwiebelbrot: Ein guter Start ins neue Jahr!

Rührei mal anders: Wer am Neujahrstag lange schläft und sich nicht so recht zwischen Frühstück und Mittagessen entscheiden kann, der sollte sich das hier geben. Das Rezept stammt aus dem "Zwiebelmarkt-Kurier", der Zeitung für das größte hiesige Volksfest, das jedes Jahr Ende September ausbricht. Und da unsere kleine Stadt eine Partnerschaft mit dem ebenso beschaulichen Pontassieve in der Toskana pflegt, stelle ich hier mal die klassische Brotzeit oberitalienischer Landarbeiter vor. Eine nette Mischung aus heißem Rührei, Zwiebeln und Schinken auf Balsamico-Toast mit kühlem Quarkaufstrich. Man kann aber auch festes Vollkornbrot (z.B. Pumpernickel) als Unterlage verwenden. 

Ich wünsche allen Mmmediterran-Lesern ein leckeres, gesundes und aktives neues Jahr 2012. 

Zubereitungszeit: 10 Min.
Bratzeit insgesamt: 10 Min.

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Zwiebel
30 g rohe Schinkenwürfel
2 Eier
Mediterrane Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano ...)
4 Vollkorntoastschreiben oder Vollkornbrotscheiben
Balsamico
200 g Quark oder Frischkäse
1 Tomate zur Deko

So geht es:
Die große Zwiebel fein würfeln. Dann zusammen mit dem Schinken in einer heißen Pfanne scharf anbraten. Anschließend ein verrührtes Ei hinzugeben und unter ständigem Rühren und Wenden goldgelb braten. Pfanne von der heißen Kochstelle nehmen und nach Belieben Kräuter hinzufügen.
Getoastete Brotscheiben leicht mit Balsamico beträufeln. Dann das Brot dünn mit Quark oder Frischkäse bestreichen und die Ei-Mischung auf die Brotscheiben geben (eine Portion = zwei Scheiben Brot). Dazu eine geachtelte Tomate auf die Teller als Deko anrichten.

Mittwoch, 23. November 2011

Pasta Bolognese

Hier kommt meine eigene Nudel-Bolognese-Variante, die zudem ein wenig alla napoletana und ein wenig all'arrabiata ist. Unkompliziert - auch was die Zutaten anbetrifft. Diese hat man ohnehin meist im Kühlschrank oder im Regal, so dass nur noch frisches Rinderhackfleisch eingekauft werden muss. Auch die Vorbereitung hält sich in Grenzen. Die Zutaten werden dann nach und nach in eine große Pfanne gegeben und am Ende mit den Nudeln und dem Parmesan vermischt. Daher schnell zubereitet und trotzdem ist die Frische und der Geschmack um Längen besser, als der Griff zur fertigen Bolognese-Soße oder zu einem Tüten-Mix, welches über das Hackfleisch gegeben wird. Ein wenig Sambal Olek bringt noch einen scharfen Kick hinein. Ein Schuss Rotwein rundet den Geschack der Soße fein ab. Und glaubt es mir: Nach einer Portion ist man schon mächtig satt. Guten Hunger!

Zubereitungsdauer: 5 Min. (nur eine Zwiebel und das Basilikum schneiden :-)
Kochzeit: 25 Min.

Zutaten für 2 Portionen:
250 g Rinderhackfleisch
250 g Pasta (z.B. Fusilli)
1 Dose geschälte Tomaten in Tomatensoße (400 g)
2 EL Tomatenmark
1 Zwiebel
Parmesan
1 TL Sambal Olek
1 TL Rosmarin
Frische Basilikumblätter
Salz, Pfeffer
1 Schuss Rotwein
1 EL Ölivenöl

Und so wird es gemacht:
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und die Nudeln al dente zubereiten.
Währenddessen die Zwiebel feinhacken und in einer großen Pfanne anschwitzen. Dann das Rinderhack hinzugeben und bei großer Hitze gut anbraten, salzen und pfeffern. Die geschälten Tomaten mit der Soße hinzufügen. Dabei die Tomaten über der Pfanne vorsichtig (Spritzgefahr!) zerdrücken. Sambal Olek, Rosmarin, Tomatenmark und einen Schuss Rotwein hinzugeben. Alles gut verrühren und 7 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen. Dann das gehackte Basilikum einstreuen, nochmals umrühren und die Soße mit den Nudeln vermischen. Individuell mit Parmesan bestreuen und genießen.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Bruschetta al pomodoro

Schon mal Bruschetta gaaaanz frisch gemacht? Diesen italienischen Vorspeisenklassiker kann man in seiner Grundform als reines Knofibrot servieren (Bruschetta semplice) oder noch eins draufsetzen: frisch gewürfelte Tomaten (Bruschetta al pomodoro). Zusätzlich kommt meine einzigartige Kräutermischung, die ich aus Florenz mitgebracht hatte, zum Einsatz. Darin enthalten sind: Tomaten (30%), Knoblauch, Oregano, Zwiebeln, Karotten, Sellerie und Salz. Nach Belieben lässt sich die Liste unten noch um diese Zutaten erweitern, sofern noch nicht genannt. Bruschetta eignet sich auch wunderbar als Snack oder als Beilage.

Zubereitungsdauer: 15 min.

Zutaten für 2 Bruschetti:
Zwei Scheiben Ciabatta-Brot
2 mittelgrosse Strauchtomaten
1 geteilte Knoblauchzehe
Frisch gehackte Basilikumblätter
Olivenöl
Salz
Und so wirds gemacht:
 Die beiden Scheiben Ciabatta-Brot in einer Grillpfanne von beiden Seiten mit Ölivenöl anrösten. Anschliessend wird je eine Seite Brot mit einer halben Knoblauchzehe eingerieben, mit einer Prise Salz bestreut und etwas Olivenöl beträufelt. Soweit zur Knofibrot-Version. On top werden nun die Tomaten fein gewürfelt und in eine Schale gegeben. Etwas Salz, Olivenöl und das Basilikum hinzugeben und gut umrühren. Der Inhalt der Schale wird jetzt auf die mit Knoblauch verriebene Seite der Brotscheibe gegeben. Guten Appetit!

Freitag, 7. Oktober 2011

Wie die Profis: Toskanische Kochschule mit Starkoch Mirko Reeh

Wie schon im letzten Florenz-Artikel angekündigt, stand nach der Reise im Mai bereits das nächste Highlight zur Region an. Zusammen mit Heike begab ich mich auf eine traumhafte "kulinarische Reise in die Toskana" unter Anleitung von Frankfurts Küchenstar Mirko Reeh. Am 29. August fanden wir uns um 20 Uhr mit etwa 20 weiteren Teilnehmern in Mirkos eigenem Studio in Frankfurt-Bornheim ein, das gerade mit neuem Design und neuen Möbeln ausgestattet wurde. Hier wird auch ein Teil seiner TV-Produktionen gedreht. Sein Heimatsender ist das Hessische Fernsehen (Hessen à la Carte, Maintower), aber auch ARD, ZDF, RTL und VOX (Promi Kocharena) senden Mirkos Kochkünste. Außerdem betreibt er in Frankfurt das "Reehstaurant", das kürzlich in "Perl by Micro Reeh" umbenannt wurde. Heike schwärmt schon lange für Mirkos Kochkurse und fand das neu eingerichtete Studio auch viel, viel schöner als das alte.

Nach einem Willkommenstrunk nahmen wir unsere Plätze ein und wurden nun erst einmal vom Meister über den Ablauf ins Bild gesetzt. Währenddessen sind schon zwei Vorspeisen gereicht worden:
  • Gefüllte toskanische Brotschnecke mit zwei verschiedenen Füllungen (vegetarisch und mit Hackfleisch)
  • Caprese von Roter Beete, Büffelmozarella und Orange in einem Limonen-Zitronengras Vinaigrette
Nach diesen leckeren Häppchen - denn ein Koch sollte sich niemals hungrig an den Herd stellen - verteilten wir uns an die verschiedenen Kochstationen. In kleinen Gruppen wurde also ein (neben der Vorspeise) Drei-Gänge-Menü gezaubert, über das wir uns am Ende dann alle stürzen durften. Jede Prozedur wurde von Mirko noch einmal ausführlich erläutert. Auf dem Programm stand:
  • Lachsfilet an selbstgemachten Ravioli/Tortellini, gefüllt mit Roter Beete in Mohnbutter
  • Kalbsfilet mit Auberginenröllchen und Rosmarin Kartoffelgratin
  • Zum Nachtisch ein toskanischer Käsekuchen mit einem Wildbeeren-Sorbet
Heike und mir hatten es gleich die selbstgemachten Teigwaren angetan. So begaben wir uns sofort mit drei weiteren Teilnehmern zur Nudelmaschine. Der vorgefertigte Teig (das Kneten blieb uns also erspart ;-) lag schon bereit und wartete darauf, mit dieser Maschine mehrfach zu langen, flachen Teigbahnen verarbeitet zu werden. Anschließend wurden daraus mit Metallformen (Hessisch: Ausschtescher) die Ravioli- und Tortellinihüllen ausgestochen. In diese haben wir dann die Rote Beete Füllung hineingegeben und abschließend die fertigen Raviolis und Tortellinis geformt und auf ein Blech gelegt. Die Kochzeit beträgt nur 4 bis 6 Minuten. Zusammen mit der Mohnbutter und dem Lachs eine wahre Gaumenfreude. Wir hatten dann auch alle großen Hunger und zudem viel Spaß mit unseren Tischnachbarn. Es folgten in der obigen Reihenfolge dann das unglaublich zarte Kalbsfilet mit Kartoffelgratin und ein perfekter Nachtisch. Zu allem wurden exzellente Weine und Liköre angeboten. Ich war jedenfalls froh, dass Heike sich freiwillig als Fahrer für diesen Abend bereiterklärt hatte! Fazit: Ein super netter, köstlicher und am Ende feucht-fröhlicher Abend. Wenn Du auch einmal an Mirkos Kochschule teilnehmen willst, hier ist seine Website (rechtzeitig buchen!): www.mirko-reeh.de.

Montag, 19. September 2011

Fusilli alla Mediterranea

Jetzt gibts leckere Nudelspiralen auf mediterrane Art. Auch hier habe ich wieder das Gericht zur Gewürzmischung gemacht, die ich mir aus meinem Kurzurlaub in Florenz mitgebracht hatte. In dieser Mischung sind enthalten: Tomaten, Petersilie, Knoblauch, schwarze Oliven, Walnüsse und Kapern. So verzichte ich auf die Kapern, den Knofi und die Petersilie in der Zutatenliste unten. Frischer Basilikum von meiner Fensterbank in der Küche muss aber sein. Mein Versuch, frische Petersilie gleich daneben wachsen zu lassen, schlug allerdings nach kurzer Zeit fehl. Meine Vermutung: Petersilie mag es schattiger als das Basilikum. Fusilli alla Mediterranea schmeckt sommerlich-fruchtig-zitronig-leicht. Der deftig-würzige Büffelmozarella ist ein netter Kontrast dazu. Auch wenn kalt ein Genuss! Daher nicht mehr lange gelabert - auf gehts:

Zubereitungsdauer: 15 min.
Kochzeit: 20 min. (meist parallel)

Zutaten für 2 Portionen
160 g Fusilli
100 g Büffelmozarella
15 Kirschtomaten
Eine Hand voll gehackte Petersilie
Eine halbe Hand voll Kapern
Eine Hand voll gezupftes Basilikum
1 Knoblauchzehe
Saft von 1 Zitrone
2 EL Olivenöl
Cayenne Pfeffer nach Geschmack
Salz

Und so wirds gemacht:
Wasser für die Fusilli in einem tiefen Topf zum Kochen bringen.
Die Tomaten vierteln oder halbieren, Mozzarella in Würfel schneiden, Basilikum auseinanderzupfen und alles in eine Schüssel geben. Die Hälfte des Zitronensafts hinzufügen. Dann alles mit den Händen behutsam umrühren und ruhen lassen.
Fusilli in das kochende Wasser geben.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die gehackte Knoblauchzehe hinzufügen und braun anbraten lassen. Darauf Kapern, eine Prise Chilipulver und die Hälfte der Petersilie einmischen.
Wenn die Nudeln al dente gekocht sind, eine Schöpfkelle des Kochwassers in die Pfanne geben. Alle Kochplatten abstellen und die Nudeln in die Pfanne geben. Dann die Tomaten-Mozarella-Basilikum-Mischung hinzugeben, ohne die Kochplatte wieder anzustellen. Salz nach Geschmack und den Rest Zitronensaft hinzufügen, mit Olivenöl beträufeln, durchrühren.
Pasta auf zwei Tellern anrichten, mit gehackter Petersilie bestreuen. Guten Appetit!

Samstag, 10. September 2011

Penne all'arrabbiata

Wie im letzten Beitrag erwähnt, habe ich mir drei leckere Kräutermischungen aus Florenz mitgebracht. Für diesen Klassiker gibts nun also die passende "wütende" (arrabbiata) Mischung. So genannt, weil diese Pasta ganz ordentlich spicy zubereitet wird. Sollte man es weniger scharf mögen, so nehme man entsprechend weniger roten Pfeffer. In der Mischung enthalten sind Cayenne Pfeffer, Knoblauch, Petersilie und Basilikum. Da also schon vorhanden, lasse ich in meinem Fall den Knoblauch und den scharfen Pfeffer weg.

Zubereitungsdauer: 10 min.
Kochzeit: 20 min. (meist parallel)

Zutaten für 2 Portionen:
150 gr Penne Rigate
150 gr geschälte Tomaten
1 Knoblauchzehe
Frische Petersilie
Roter Pfeffer (Cayenne Pfeffer) je nach Geschmack
Olivenöl
Salz

Und so wird es gemacht:
Die Nudeln al dente kochen.
Währenddessen die Petersilie und den Knoblauch grob hacken. Öl in einer großen, tiefen Pfanne erhitzen. Knoblauch hinzufügen. Wenn dieser eine bräunliche Farbe annimmt, eine halbe Hand voll Petersilie und eine Prise Cayenne Pfeffer hinzufügen. Die geschälten Tomaten mit der Hand über der Pfanne zerdrücken (aufpassen: ich hatte die Tomaten anfangs nicht nur in der Pfanne ;-), mit Salz abschmecken und alles bei mittlerer Hitze ca. 7 Minuten köcheln lassen.
Zum Anrichten die Pasta auf einen Pastateller geben und die Sauce darüber giessen. Mit etwas gehackter Petersilie betreuen und Olivenöl beträufeln. Zur Deko mit einem Blättchen Petersilie dekorieren.

Mittwoch, 31. August 2011

Heisser Frühling in Florenz (Teil 2)

Impressionen aus Florenz
Als ich gerade das Wort "Frühling" in die Titelzeile eingegeben habe, wurde mir bewusst, dass an diesem letzten Augusttag selbst der Sommer schon wieder fast rum ist. Höchste Zeit für die schon lange angekündigte Fortsetzung von Teil 1 über meine Reise im Mai. Und es trifft sich gut, denn Montag war ich auf toskanischer Koch-Expedition in Frankfurt-Bornheim. Sterne- und TV-Koch Mirko Reeh (VOX "Kocharena", HR "Hessen à la Carte" u.a.) entführte mich und 20 Mitstreiter auf eine kulinarische Reise durch die Toskana. Dazu mehr hier.

Zur florentiner Küche hatte ich ja bereits einige Worte verloren. Am letzten Tag vor dem Abflug zurück nach Deutschland hatten Erik und ich noch etwas Zeit für Einkäufe. Claudia musste leider wieder arbeiten. Den ersten Stopp legten wir in einem mediterranen Feinkostgeschäft abseits der touristischen Zone ein, dem "Mediterraneus." Dort wurden wir herzlich empfangen und quasi aufgefordert, den frisch aus Neapel eingetroffenen Büffelmozarella zu kosten. So waren wir erst einmal mit einer köstlich schmeckenden Käsekugel beschäftigt. Leider konnten wir heute keinen mehr kaufen, denn es war ja keine Kühlung möglich und die Temperaturen da draußen blieben weiterhin locker bei über 30 Grad im Schatten. Dennoch wollte ich nicht ohne ein paar typische Zutaten für die Küche daheim in die Luft gehen. Neben gut verpackten Wildschweinsalamis, die nicht nur für mich als Mitbringsel bereits im Gepäck waren, wurde ich in der Markthalle schließlich magisch von den Gewürzen und Ölen angezogen.

Blick von der Domspitze auf Glockenturm und Stadt (Bild anklicken)
Die drei Gewürzmischungen von dort,
die jetzt in meinem Küchenschrank auf Anwendung warten, sind auch Bestandteil der nächsten drei Gerichte, die ich kochen und hier mit Rezept posten werde. Dabei handelt es sich um italienische Klassiker: Bruschetta al pomodoro, Penne all'arrabbiata und Fusilli alla Mediterranea. Zudem stehen fünf verschiedene Olivenöle zur Wahl: Tartufo, Porcini, Basilico, Limone und Peperoncino. Hunger bekommen? Dann freue mich mich auf Deinen nächsten Besuch :-) Hier noch ein paar nützliche Links und Appetitanreger für Deine Florenz-Reise:

Samstag, 23. Juli 2011

Salbei-Putenröllchen in einer Trauben-Weißwein-Sauce

Diese saftige, eingerollte Putenbrust mit dem Wildreis in einer fruchtigen Weißweinsauce ist ein wahrer Leckerbissen! Ich hatte es mit den Fotos jedenfalls sehr eilig, bevor ich mich auf das Ergebnis von rund 40 Min. Zubereitungszeit gestürzt habe :-)

Ich habe zwei Varianten gemacht (rechtes Foto): In der linken Version wird das Putenfilet mit dem Schinken, einer Scheibe Käse und den Salbeiblättern aufgerollt. Dabei unbedingt die Enden des Filets nach innen einschlagen - sonst läuft der Käse heraus. In der rechten Version werden nur Salbeiblätter mit eingerollt und die Scheibe Schinken um die Rolle herumgewickelt.

Zubereitungsdauer: 20 min.
Garzeit: 20 min. (mit Express-Reis kürzer)

Zutaten für 2 Portionen:
2 Putenbrustfilets (je 150 g)
4 Scheiben Serranoschinken (oder roher, geräuchter Schinken)
(2 Scheiben fettarmer Käse)
200 g dunkle Weintrauben
8 Blätter frischer Salbei
125 g Wildreis oder 250 g Express-Reis (z.B. von Uncle Benz)
1 EL Olivenöl
1/8 l trockener Weißwein
1 EL Zitronensaft
1 TL Zucker
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
6 Zahnstocher

Zubereitung:
Die Putenbrustfilets und die Salbeiblätter waschen. Die Filets mit Salz und Pfeffer auf beiden Seiten würzen und mit je 4 Salbeiblättern belegen. In der Variante mit Käse nun die Scheibe Käse und 2 Scheiben Schinken auf das Filet legen und einrollen. Die Enden nach innen einschlagen - sonst läuft der Käse heraus. In der Variante ohne Käse, die Filets einrollen und mit den 2 Schinkenscheiben umwickeln. Dann die Röllchen mit je 3 Zahnstochern feststecken. Die Trauben waschen und halbieren (ggf. entkernen).

Den Reis nach Packungsanweisung garen (bei Express-Reis kommt dieser Schritt zuletzt!). Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Putenröllchen bei mittlerer Hitze auf jeder Seite braten. Wenn diese gar sind, aus der Pfanne herausnehmen und warmhalten. Die Weintrauben in das Bratfett geben und kurz unter Rühren anbraten. Dann mit Weißwein und Zitronensaft ablöschen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Die Trauben-Weißwein-Sauce etwa 5 Min. einkochen lassen. Die Putenröllchen mit dem Reis und der Sauce anrichten.

Samstag, 4. Juni 2011

Heisser Frühling in Florenz (Teil 1)

Blick vom Piazzale Michelangelo
Es war schon lange geplant - noch weit vor der Idee einen mediterranen Blog aufzuziehen - ein Besuch bei Claudia, die vor einem Jahr in die toskanische Metropole gezogen ist. Gemeinsam mit meinem Studienkumpel Erik habe ich mich vor knapp über einer Woche für vier volle Tage nach Firenze aufgemacht. Claudia ist inzwischen ein wahrer Insider und hat uns in der kurzen Zeit fast jeden Winkel der schönen Renaissance-Stadt gezeigt. Es gibt allerdings so viel zu sehen (die Museen etwa hatten wir bei dem guten Wetter ausgelassen), dass man immer wieder kommen kann - auch zur kälteren Jahreszeit. Da wir noch Fotos untereinander austauschen (ich hatte den Laptop mal schön zuhause gelassen und zu keiner Zeit vermisst), poste ich später noch einen zweiten Teil. Erst will ich einmal mit der Florentiner Küche starten:

Im Mercato Centrale
Diese (und im allgemeinen die der Toskana) war ursprünglich eine ärmere Küche, die viele frische Zutaten verwendete und sich durch deren Vielzahl auszeichnete. Auch heute noch spiegelt die Florentiner Küche die Einfachheit des Kochens wieder. Passend also zum Motto dieses Blogs habe ich mich gleich mit ihr angefreundet :-) Im Vergleich zu früher wird heute mehr Wert auf die Qualität der Zutaten gelegt. Das kaltgepresste Olivenöl aus der Region zählt zu den besten der Welt. Olivenöl gemeinsam mit Kräutern und Tomaten sind Basis für viele toskanische Gerichte. Ich habe wirklich noch nie so saftig, süße Tomaten gegessen, wie dort. Ungesalzenes Brot in vielen verschiedenen Sorten kommt in oder zu fast allen Speisen zum Einsatz. Die Florentiner mögen aber auch Fleisch, besonders das Rindfleisch. Eine florentiner Spezialität ist das "Bistecca alla fiorentina", das Florentiner Steak. Durch die schon hochsommerlichen Temperaturen von täglich über 30 Grad war uns allerdings nicht so sehr nach Steak zumute. Stattdessen genossen wir eine große Auswahl von Salaten, eine Brotzeit am Abend mit ein paar Gläsern Wein und anlässlich des "Firenze Gelato Festivals" Unmengen von teils sehr exotischer Eiscreme ;-) Hier gehts zu Teil 2 ....

Honigmelonenspalten mit Parmaschinken und Honig-Balsamico

Hier kommt ein Klassiker als Snack für zwischendurch, als Vorspeise oder auch als Nachspeise. Das Dressing gibt den extra Kick.

Zubereitungsdauer: 10 min.
Garzeit: 0 min.


Man nehme (für 1 Portion):
1/2 Honigmelone in kleine Spalten geschnitten
3 Scheiben Parmaschinken (alternativ auch Serrano)
1 TL klarer, flüssiger Honig
1 TL Zitronensaft
1 TL Olivenöl
1 EL Balsamicoessig
1 Prise Pfeffer, schwarz, frisch gemahlen

Zubereitung:
Schinken und Melonenspalten nebeneinander auf einem großen Teller anrichten. Honig, Zitronensaft, Olivenöl und Balsamico zu einem Dressing verrühren. Melone und Schinken damit beträufeln. Mit einer Prise frisch gemahlenem Pfeffer würzen.